Gwangju. Die Schwimm-WM in Südkorea endete für Patrick Staber und den heimischen Verband mit einer Enttäuschung: Der 23-Jährige wurde über 400 Meter disqualifiziert. Bei der Wende auf der Brustlage wurden zwei Delfinschläge registriert. "Es ist extrem ärgerlich, wenn du deinen einzigen WM-Start verpatzt", sagte Staber. "So etwas ist mir noch nie passiert." Auch die gemessene Zeit war für ihn nicht zufriedenstellend. In 4:18,18 Minuten, mit der er Rang 18 belegt hätte, blieb er deutlich hinter seiner Bestleistung.

In seinem Gesamtresümee räumte OSV-Sportdirektor Walter Bär ein, dass "die Burschen leider weder an die ausgegebenen, noch an die selbst angestrebten Zielsetzungen herangekommen" seien. Denn zuvor hatten auch Felix Auböck, Valentin Bayer und Bernhard Reitshammer eher durchwachsene Vorstellungen abgeliefert.

Positiv fiel hingegen Bärs Resümee für die drei rot-weiß-roten WM-Teilnehmerinnen aus. "Die Mädels haben die Erwartungshaltungen erfüllt - mit Finale, drei österreichischen Rekorden, Top 16 und einmal hauchknapp am Semifinale vorbei." Das eine knapp verpasste Semifinale betraf Lena Grabowski über 200 Meter Rücken, die 16-Jährige war bei ihrem einzigen WM-Einsatz nach Swim-off mit OSV-Bestmarke 17. geworden.

Kraulerin Marlene Kahler kam über 200 und 400 Meter auf persönliche Bestleistungen, über 1500 Meter erbrachte die 18-jährige Niederösterreicherin erneut die Olympia-Norm. Es kam aber kein weiteres OSV-Fixticket für die Spiele 2020 in Tokio dazu, zusätzliche Qualifikationen waren freilich ein klares Ziel aller gewesen.

Die nächste Chance gibt es Anfang August. Pilhatsch wird da beim Tokio-Weltcup am Start sein, parallel laufen die Staatsmeisterschaften in Innsbruck. (apa/red)