Wien. Den durchwachsenen Saisonergebnissen zum Trotz wollen die heimischen Beachvolleyball-Asse beim am Dienstag (mit der Qualifikation) startenden Major in Wien erneut für Jubelstürme sorgen. Mit dem heimischen Publikum im Rücken erhoffen sich die drei Duos Clemens Doppler/Alexander Horst, Robin Seidl/Philipp Waller sowie Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig ein tiefes Vorstoßen in die K.o.-Phase.

Allein Doppler/Horst, Vizeweltmeister 2017 auf der Donauinsel und im Vorjahr im Major-Viertelfinale, fehlt heuer bei den großen Turnieren noch ein Spitzenergebnis. Trainer und Manager Robert Nowotny ist aber überzeugt, dass sie das beim Major in Wien nachholen werden. "Sie haben sämtliche Möglichkeiten, um wieder ins Viertelfinale zu kommen. Die bisherigen Leistungen waren teilweise sehr ansprechend, sie haben einige Spiele leider nicht ganz fertig bekommen, aber ich kann positiv Richtung Wien blicken", betonte Nowotny. Die Fan-Unterstützung beim zum dritten Mal in Wien ausgetragenen Großturnier könnte wieder ein entscheidender Faktor sein. "Der dritte Mann ist gefordert und auch willkommen. Mit den Fans im Rücken ist viel möglich", sagte Nowotny mit Blick auf die WM von vor zwei Jahren. Der Betreuer des ÖVV-Duos stellte aber nicht in Abrede, dass die Saison mit zuletzt der WM und dem Major in Gstaad nicht ideal gelaufen sei. "17. Plätze, das ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Aber das, was ich am Platz sehe, ist nicht so schlimm wie das, was ich in letzter Zeit immer wieder so höre. Wir halten noch mit und schlagen auch die Besten der Welt." Anders als in der Vergangenheit plagt das Duo derzeit keine Verletzung, das fortgeschrittene Alter von Doppler (38) und Horst (36) spiele aber schon eine Rolle. "Was stimmt, ist, sie werden nicht jünger und die Jugend drückt ordentlich an", sagte Nowotny. Damit sind unter anderem die Weltmeister Wjatscheslaw Krasilnikow/Oleg Stojanowski (Rus) und die Vorjahresdominatoren Anders Mol/Christian Sörum (Nor) gemeint, die auch in Wien Titelverteidiger sind.

Sechs ÖVV-Teams treten an

Von den insgesamt sechs österreichischen Teams starten zwei dank Wildcards. Fix im Hauptfeld stehen neben Schützenhöfer/Plesiutschnig noch Eva Freiberger/Valerie Teufl und das Wildcard-Duo Teresa Strauss/Nadine Strauss. Weitere jeweils drei Damen- und Herren-Paare spielen ab Dienstag auf Nebenplätzen in der Qualifikation. Die ersten Partien auf dem Center Court sind am Mittwoch (ab 9.30 Uhr) angesetzt.