Cincinnati. Dass Andy Murray überhaupt noch Tennis spielen kann, hätte er sich vor einem halben Jahr selbst nicht gedacht. Zu groß waren die Schmerzen in der Hüfte gewesen, zu gering die Chancen, durch eine (xte) Operation wieder für den Leistungssport bereit zu werden. Doch nach erfolgreichen Einsätzen im Doppel wollte es der ehemalige Weltranglistenerste nun auch im Einzel wieder wissen. Die US Open kommen für ihn aber noch zu früh, erklärte er in der Nacht auf Dienstag nach seiner Erstrundenniederlage in Cincinnati gegen den Franzosen Richard Gasquet.

Der frühere Weltranglistenerste wird daher auf eine Einzelteilnahme bei dem am 26. August beginnenden letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres verzichten. "Es ist eine Entscheidung, die ich mit meiner Mannschaft getroffen habe. Ich wollte keine Wildcard nehmen, weil ich einfach nicht wusste, wie ich mich nach einem Match fühlen würde", sagte der Schotte in Cincinnati.

Bei seinem ersten Einzelmatch seit seiner Hüftoperation im Jänner war er mit 6:4, 6:4 von Gasquet besiegt worden, der nun programmgemäß auf Dominic Thiem treffen würde. Allerdings will der an einer Verkühlung laborierende Österreicher erst im Laufe des Tages entscheiden, ob er zum Spiel antritt oder kampflos aufgibt.

Murray sagte, dass er während des Spiels gegen Gasquet keine größeren Schmerzen verspürt habe, seine Beine sich am Ende jedoch "ziemlich schwer" angefühlt hätten. "Und das wird sich wahrscheinlich in ein paar Wochen nicht viel ändern."

Er werde nun bei den US Open im Doppel und im Mixed spielen. Hingegen werde er beim am Sonntag beginnenden ATP-Turnier in North Carolina wieder einen Versuch im Einzel unternehmen. (apa/dpa/red)