Wien. Rund eineinhalb Monate vor der Nationalratswahl hat die österreichische Bundessportorganisation (BSO) die wahlwerbenden Parteien um eine "aussagekräftige und konkrete Positionierung zu für den Sport wesentlichen Forderungen" gebeten. Diese solle bis zum 6. September erfolgen und "den über eine halbe Million Ehrenamtlichen im Sport eine Entscheidungsgrundlage bieten sowie eine Grundlage für Gespräche mit einer neuen Bundesregierung sein", heißt es.

Der per Aussendung veröffentlichte Forderungskatalog enthält großteils Altbekanntes, unter anderem: ein dezidiertes Sportministerium, die Umsetzung der täglichen Bewegungseinheit für Österreichs Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre, eine Bewerbungsstrategie für Sportgroßveranstaltungen, einen Mittel- beziehungsweise Langfristplan für den Bau und die Nutzung von Sportstätten sowie die Valorisierung der Bundes-Sportförderung.


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Forderungen der österreichischen Bundessportorganisation an die wahlwerbenden Parteien
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Letztere ist der BSO ebenso wie eine Abgabe auf Online-Sportwetten ein besonderes Anliegen. Die Valorisierung der besonderen Bundessportförderung (derzeit rund 80 Millionen Euro jährlich) zum Ausgleich des Realwertverlustes von 18 Prozent seit 2010 sei "überfällig" und betrage bis dato rund 15 Millionen Euro, die dem heimischen Sport fehlen würden. Eine Abgabe auf Online-Sportwetten wiederum könnte laut BSO rund 30 Millionen Euro bringen. (red)