Alles Zittern half nichts: Für Nicol Ruprecht reichte es nicht zur Qualifikation. - © ÖFT, Ulrich Faßbender
Alles Zittern half nichts: Für Nicol Ruprecht reichte es nicht zur Qualifikation. - © ÖFT, Ulrich Faßbender

Nicol Ruprecht hat die Mehrkampf-Qualifikation bei der WM der Rhythmischen Gymnastik in Baku am Donnerstag auf dem enttäuschenden 37. Platz beendet und das Finale verpasst. Trotz guter abschließender Bandkür wurde der 26-Jährigen die umstrittene Wertung vom Auftakt mit dem Ball zum Verhängnis. So verpasste sie auch die Entscheidung über die ersten 16 von 25 Olympia-Quotenplätze für Tokio 2020.

Weil das Wertungsniveau beim Band generell tiefer als bei den anderen drei Geräten liegt, kamen die kritisierten, jedoch nachträglich nicht korrigierbaren Punkte vom Ball in die entscheidende Gesamtwertung, in der die besten drei von vier Einzelwertungen einfließen. Wie der heimische Verband (ÖFT) am Montag vermeldet hatte, war bei der Ball-Wertung ein laut Reglement nicht mehr korrigierbarer Bewertungsfehler zweier Kampfrichterinnen passiert, die beiden waren daraufhin disqualifiziert worden.

"Ich bin zufrieden mit meiner WM-Leistung und habe alles gegeben. Das Ergebnis ist natürlich eine Riesenenttäuschung. Doch alle internationalen Reaktionen zeigen mir, dass ich den Fehler hier nicht bei mir suchen muss", wird Ruprecht in einer Aussendung des heimischen Verbands ÖFT zitiert. "Daher bin ich sicher, dass ich die Olympia-Qualifikation - wie schon vorher geplant - im Frühjahr 2020 schaffen werde. Es heißt jetzt hart weiter arbeiten." (apa)