Harte Zeiten für Nick Kyrgios. - © APAweb / afp
Harte Zeiten für Nick Kyrgios. - © APAweb / afp

Der Australier Nick Kyrgios kommt nicht aus den Schlagzeilen - und das Wiener Tennis-Turnier damit womöglich um einen seiner Stars. Heute, Donnerstag, wurde Kyrgios von der Profiorganisation ATP für seinen Ausraster im August beim Masters-1000-Tennisturnier in Cincinnati jeweils bedingt mit einer Strafe von 25.000 Dollar (rund 22.760 Euro) und einer 16-wöchigen Sperre für die ATP- und Challenger-Tour bedacht worden. Die Maßnahmen werden wirksam, sollte sich der 24-Jährige während sechs Monaten noch etwas zuschulden kommen lassen.

Sein Antreten beim Erste-Bank-Open in Wien ab 20. Oktober wackelt aber aus einem anderen Grund. Der Weltranglisten-27. laboriert an einer Verletzung des Schlüsselbeins, muss die Asien Tour auslassen und erwägt eine Wettkampfpause.

Für seine Disziplinlosigkeiten ist der Australier freilich bekannt. Schon Mitte August war er in Cincinnati zu einer Geldstrafe von 113.000 Dollar verurteilt worden, nachdem er sich in seinem Match gegen den Russen Karen Chatschanow mit Referee Fergus Murphy angelegt hatte, Rackets zertrümmert, sich eine nicht genehmigte Toilettenpause genommen und das Shakehands verweigert hatte. Die jetzigen Sanktionen basieren auf diesen Zwischenfällen. Wegen Vorfällen danach bei den US Open erhielt Kyrgios keine Bestrafung.

Das Enfant terrible darf nun ein halbes Jahr nicht erneut gegen den Verhaltenskodex verstoßen, sonst werden die Geldstrafe und die 16-Wochen-Sperre aktiviert. Zu den Auflagen der ATP, die Kyrgios zu erfüllen hat, gehört unter anderem auch die Zusammenarbeit mit einem Mentaltrainer sowie ein Verhaltenstraining. (red)