Die Entscheidung in der Konstrukteurs-WM ist gefallen, jene in der Fahrer-Wertung zugunsten von Lewis Hamilton steht unmittelbar bevor. Doch hinter den Kulissen laufen längst die Verhandlungen über die Zukunft der Formel 1. Am Mittwoch trafen einander Vertreter des Automobil-Weltverbandes FIA, der Rechteinhaber von Liberty Media sowie der Teams - und wenn schon vorerst nichts beschlossen wurde, was kommen wird, so wurde doch beschlossen, was nicht kommen wird: Denn der Plan für drei Qualifikationsrennen im kommenden Jahr ist gescheitert, der Vorschlag von Vorstandsmitglied Ross Brawn erhielt nicht das notwendige einstimmige Votum.

Die Teams seien dagegen gewesen, schrieb "autobild.de" nach dem Treffen am Mittwoch in Paris. Angedacht waren Qualifikationsrennen im kommenden Jahr, verteilt auf drei der 22 Grand Prix. Die Startaufstellung für diese Qualifikationsrennen hätten sich aus dem WM-Stand ergeben - nur in umgekehrter Reihenfolge. Damit bleibt es für 2020 beim bisherigen Qualifikationsmodus-Modus.

Auf neue Regeln, die ab der Saison 2021 gelten sollten, konnten sich die Vertreter dem Bericht zufolge auch nicht einigen. Doch die Zeit drängt: Nach der nächsten Saison läuft das geltende Concorde-Agreement - der Rahmenvertrag, der auch die Einnahmenaufteilung regelt - aus, bis Ende Oktober hatten sich die Verantwortlichen Zeit gegeben, um einen genauen Fahrplan festzulegen. Vorerst aber divergieren die Interessen weiterhin - und wohin die Reise geht, bleibt ungewiss. (art/apa/dpa).