Profi-Boxerin Eva Voraberger hat den Kampf um den WBC-Weltmeister-Titel im Bantamgewicht (bis 53,5 kg) am Samstag in Bregenz verloren. Die Steirerin ging im Duell mit der Argentinierin Vanesa Taborda im Festspielhaus in der Schlussphase der fünften Runde k.o. und war danach einige Minuten sichtlich benommen. Für die 29-Jährige war es die 7. Niederlage im 32. WM-Kampf ihrer Karriere.

Es könnte möglicherweise auch die letzte gewesen sein. "Wie ich sie kenne, ist sie sehr konsequent und spielt daher vielleicht mit dem Gedanken, selbst Schluss zu machen", sagte Vorabergers Manager Peter Pospichal im ORF-Interview. Äußerliche Verletzungen waren bei Voraberger, die den Spitznamen "Golden Baby" trägt, keine zu sehen, eine medizinische Untersuchung folgte erst nach dem Kampf. "Es dürfte ein linker Haken gewesen sein, genau aufs Kinn", analysierte Pospichal.

Sollte Voraberger ihre Karriere fortsetzen, werde vor allem mentale Arbeit wesentlich sein. "Es wird ein hartes Stück Arbeit, nach einem Kopf-K.o. brauchst du normalerweise ein halbes Jahr, bist du das verdaust", gab Pospichal Einblick. Anfang des Jahres war Voraberger im Kampf um den WBO-WM-Titel im Superfliegengewicht in New York gegen Amanda Serrano aus Puerto Rico schon nach 35 Sekunden k.o. gegangen.

Für Taborda war es der zehnte Sieg im 25. Kampf. Daneben hatte es für sie auch zwölf Niederlagen und drei Unentschieden gegeben.