Andy Murray ist zwar mit seinen 32 Jahren jünger als Rafael Nadal und deutlich jünger als Roger Federer, und doch war er der Tennis-Pension schon deutlich näher als die beiden älteren Kontrahenten. Sogar sehr nahe. Anfang des Jahres teilte der Brite mit, dass er nach Wimbledon seine Karriere beenden wird. Es war ja auch eine naheliegende Entscheidung, nachdem er über Jahre massive Hüftprobleme hatte und sich im Jänner ein künstliches Hüftgelenk hatte einsetzen lassen. Er hörte dann aber doch nicht zu spielen auf. Diesen Sonntag gewann Murray überraschend das ATP-Turnier in Antwerpen.

Für die ehemalige Nummer eins war es der erste Turniererfolg seit März 2017. In den vergangenen Wochen hatte Murray einige Belastungsproben bestanden, die mangelnde Spielpraxis war ihm und den Ergebnissen aber doch anzusehen. Dominic Thiem hatte gegen den rekonvaleszenten Briten in Peking gespielt und in zwei Sätzen gewonnen.

In Antwerpen klappte es für Murray besser. Aber dass es sogar für den Turniersieg reichen sollte, ist doch sehr überraschend. Auf der anderen Seite stand einer seiner langjährigen Rivalen, der Schweizer Stan Wawrinka. In einem langen Finale erkämpfte sich Murray mit 3:6, 6:4, 6:4 den Sieg. Danach konnte Murray seine Emotionen kaum im Zaum halten. Es war der insgesamt 46. Erfolg des Schotten.