Heute, 17.30 Uhr, ist soweit, dann wird Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem sein Erstrundenspiel bei den Erste-Bank-Open in der Wiener Stadthalle gegen Jo-Wilfried Tsonga bestreiten.

Während Thiem bei seinem zehnten Antreten - dem neunten im Hauptbewerb - nach seinem ersten Titel in Wien greift, hat der Franzose hier schon einmal gewonnen: 2011 setzte er sich im Finale gegen Juan Martin Del Potro in drei Sätzen durch. Zudem stand Tsonga vor drei Jahren (gegen Andy Murray) und vor zwei Jahren (gegen Lucas Pouille) im Finale des größten Tennis-Turniers auf heimischem Boden. Für Thiem dagegen war bei seinen bisher besten Abschneiden 2013 - ausgerechnet gegen Tsonga - sowie 2018 jeweils im Viertelfinale Schluss.

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Mit dem mit einer Wild Card ausgestatteten früheren Top-Ten-Spieler Tsonga erwischte der Niederösterreicher schon in der ersten Runde einen äußerst harten Gegner. "Aufschlag und Vorhand" seien die großen Stärken seines 34-jährigen Gegners, sagte Thiem im Vorfeld. "Wenn er die beiden Schläge kombinieren kann - starker erster Aufschlag und dann direkt Druck machen mit der Vorhand -, da schaue ich, dass ich das irgendwie entschärfen kann", sagt der Weltranglistenfünfte. "Es wird ziemlich aufschlaglastig werden."

Es wäre eine große Enttäuschung, würde es in Wien wie schon so oft nicht nach Wunsch laufen, räumt er ein - "aber es kann passieren, ich will mir nicht zu großen Druck machen". Für die Erste-Bank-Open haben zwar einige namhafte Spieler abgesagt - wie Thiems Vorjahresbezwinger Nishikori und der Weltranglistenvierte Daniil Medwedew -, dennoch ist das Turnier hervorragend besetzt. Karen Chatschanow, hinter Thiem die Nummer zwei des Turniers, hat seine Auftakthürde Hubert Hurkacz am späten Montagabend mit 6:4, 7:6 ebenso gemeistert wie Matteo Berrettini, der allerdings gegen den Briten Kyle Edmund beim 3:6, 6:3, 6:4 noch härter kämpfen musste. Ein Spaziergang, soviel ist sicher, dürfte es auch für Thiem nicht werden. (art)