Walter Mayer, einst gefeierter Vater des "österreichischen Langlauf-Wunders", dann aufgrund zahlreicher Skandale zum gefallenen Helden geworden, steht neuerlich unfreiwillig in den Schlagzeilen. Der 62-jährige Salzburger wurde aufgrund mutmaßlicher Verstrickungen in die Blutdoping-Ermittlungen mit dem bezeichnenden Namen "Operation Aderlass" vorübergehend festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Kurier" am Dienstag gegenüber der Austria Presse-Agentur.

Mayer wurde demnach vernommen, befindet sich aber mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Der Salzburger war bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002 und Turin 2006 in Doping-Skandale um die österreichischen Langläufer verwickelt.

Die mutmaßliche Hauptfigur der "Operation Aderlass", die einen Schatten über die nordische Ski-WM in Seefeld geworfen hat, ist ein deutscher Mediziner. Der Skandal hat aber schon weite Kreise gezogen. Mehr als 20 Athleten aus unterschiedlichen Ländern und Sportarten sollen involviert sein, gegen einige wurde bereits Anklage wegen schweren Betrugs erhoben. (apa/art)