Matthias Schwab legte zum Auftakt des 10,25-Millionen-Turniers ein starkes Debüt bei der hochklassigen WGC-Golf-Serie hin. Der Steirer spielte in Shanghai eine Fünf-unter-Par-Runde und klassierte sich vorerst ex aequo mit dem nordirischen Weltranglistenzweiten Rory McIlroy als Siebenter, drei Schläge hinter dem führenden Lokalmatador Li Haotong.  Auch Bernd Wiesberger durfte als 26. - zwei unter Par - zufrieden sein.

Im Mittelpunkt stand am ersten Tag freilich Li, der bisher eine enttäuschende Saison hingelegt und bei den jüngsten zwei Turnieren den Cut verpasst hatte. Er hätte die Führung nicht erwartet, sagte der 24-Jährige, der sich durchaus der Bedeutung für seine Heimat bewusst war. "Natürlich wäre es großartig für chinesische Golfer und chinesische Golf-Fans, wenn es einen chinesischen Sieger bei einer WGC-Veranstaltung in China gäbe", sagte er. "Aber in den nächsten drei Tagen kann noch viel passieren, also will ich nicht zuviel daran denken."

Für Schwab geht es indessen vorerst darum, Erfahrung bei der hochklassigen Serie zu tanken, für seinen österreichischen Landsmann Wiesberger schon um mehr. Bei diesem sowie den drei nächsten Turnieren will er seine Nummer-eins-Position auf der European Tour absichern. Die Sportlerwahl des Jahres, bei der er unter den fünf verbliebenen Kandidaten ist, verpasst er daher. Allein dass er es geschafft hat, ist allerdings schon ein Erfolg für den Burgenländer, war er doch im Mai erst von einer langen Pause nach einer Handgelenksverletzung zurückgekehrt. Doch mit seinen drei Saisonsiegen hat er sich in der Weltrangliste von Position 389 im Frühjahr bis auf Platz 23 vorgekämpft. Die Geduld, die Wiesberger erst lernen musste, hat sich jedenfalls ausgezahlt. "Es hat gedauert, bis alles locker abläuft und das Bewusstsein da ist, dass alles klappt", sagte er in China. (art/apa)