Golfprofi Matthias Schwab hat seine Spitzenposition beim ersten Finalturnier der Europa-Tour in Antalya in der Türkei am vorletzten Tag auf drei Schläge ausgebaut. Dem 24-jährigen Steirer gelang am Samstag eine erneut formidable 66er-Runde von sechs unter Par. Dadurch führt er vor dem Schlusstag mit insgesamt 198 Schlägen bzw. 18 unter Par vor einem schlaggleichen Quintett um Patrick Reed (USA).

Neben Reed befinden sich auch noch Benjamin Hebert (FRA), Tyrrell Hatton, Ross Fisher (beide ENG) und Robert Macintyre (SCO) auf Platz zwei in Lauerstellung. Die nächsten drei Verfolger haben bereits fünf Schläge Rückstand auf Schwab.

Der Rohrmooser startete am Montgomerie Maxx Royal Club wie schon am Freitag mit einem Eagle am ersten Loch brillant. In der Folge spielte er sechs Birdies, aber auch sein erstes Doppel-Bogey der Woche. Das ergab nach 65 und 67 Schlägen eine starke 66. Legt Schwab am Schlusstag noch ein ähnlich gute Runde nach, ist ihm jedenfalls ein neuerlicher Spitzenplatz und ein üppiges Preisgeld sicher. Gelingt ihm gar sein erster Sieg, darf er sich über einen Siegerscheck von einer Million Euro freuen.

"Werde weiter aggressiv bleiben"

Trotz seines Vorsprunges von drei Schlägen will Schwab voll angreifen. "Der Gameplan wird der gleiche sein wie an den bisherigen drei Tagen. Auf diesem Kurs gibt es eine Menge Birdies, deshalb werde ich einfach aggressiv bleiben, weil Pars nicht genügen werden", meinte der Steirer.

Mit seiner dritten Runde zeigte er sich zufrieden. "Ich hatte mit dem Eagle am ersten Loch einen sehr guten Start, und danach habe ich bis auf den Schnitzer am zwölften Loch (Anm.: Doppel-Bogey) solides Golf gespielt. Ich habe die Bälle gut getroffen und ein paar Putts gemacht, insgesamt war es ein guter Tag."

Gewinnt Schwab das Event in der Türkei, wäre er der erst vierte Österreicher mit einem Titel auf der Europa-Tour. Turniererfolge sind bisher erst Bernd Wiesberger (7 Titel), Markus Brier (2) und Martin Wiegele (1) gelungen.

Für Bernd Wiesberger dritter Tag durchwachsen

Schwab hatte zuletzt beim noch stärker besetzten WGC-Turnier in Shanghai Rang vier belegt. Im Juni als Dritter in München und im September als Zweiter in Hamburg war er in seinem erst zweiten vollen Jahr ebenfalls knapp am Premierensieg dran gewesen.

Anders als bei Schwab verlief für Bernd Wiesberger auch der dritte Tag in Antalya durchwachsen. Nach einer 70 geht der im Preisgeld-Jahresranking führende Burgenländer nur als 54. in den Schlusstag. Der englische Titelverteidiger Justin Rose rutschte durch eine schwache 73er-Runde auf Rang 25 zurück. (apa)