Als Nummer 228. der Weltrangliste ist er ins Golfjahr gestartet, seit Montag nimmt der steirische Jung-Profi Matthias Schwab Position 80 ein. Verantwortlich für seinen erstmaligen Vorstoß in die Top Hundert war dafür einerseits der zweite Platz beim Turkish Airlines Open in Antalya am Sonntag, andererseits aber auch eine bemerkenswerte Konstanz in seinem erst zweiten Profijahr auf der European Tour.

Denn schon davor hatte der 24-jährige Steirer mit einem weiteren zweiten Platz in Hamburg (September), einem dritten Platz in München (Juni) sowie einem vierten in der Vorwoche beim WGC-Turnier in Shanghai aufgezeigt.

Dennoch war Schwab, der im US-College-Golf groß geworden ist, nicht gänzlich zufrieden. Dass er seinen erstmaligen Sieg bei einem Turnier der European Tour aus der Hand gegeben hat - er war mit drei Schlägen Vorsprung auf die finale Runde gegangen und musste sich schließlich im Stechen am vierten Extraloch dem Engländer Tyrrell Hatton geschlagen geben -, sei "schon ein bisschen bitter", gab er danach zu Protokoll. Dennoch sieht der Österreicher in dem Ergebnis "ein gutes Signal" für sein letztes Saisonturnier, das Finale in Dubai ab 21. November, sowie die kommende Saison.

Wiesberger um Top-Position

Vorerst aber will Schwab, der in der Jahreswertung der European Tour auf der 14. Stelle liegt, ein paar Tage im heimatlichen Schladming regenerieren, nicht zuletzt mental. "Das wird von Außenstehenden oft übersehen", sagt er über die psychische Anspannung.

Mag sein, dass es auch diese war, die seinen Landsmann Bernd Wiesberger zuletzt etwas gehemmt hat. Der Burgenländer blieb in Antalya als 49. unter seinen Möglichkeiten, hat aber dennoch als Führender gute Chancen, die European-Tour-Saison als Erster abzuschließen. Für ihn geht es nun in Südafrika weiter, ehe das Wiedersehen beim Saisonabschluss in Dubai erfolgt - als Wiedersehen zweier österreichischer Top-Hundert-Spieler. (art)