Golfprofi Bernd Wiesberger hat zum Auftakt des hoch dotierten Finalturniers in Dubai seine Führung in der Europa-Tour-Gesamtwertung als 14. verteidigt. Der Burgenländer spielte am Donnerstag eine 70er-Runde von zwei unter Par. Damit hielt er sich seine zum Auftakt deutlich besseren Tour-Verfolger Jon Rahm (Dritter mit 66 Schlägen) und Tommy Fleetwood (Vierter mit 67) vom Leibe. Matthias Schwab erwischte einen etwas besseren Start als Wiesberger, der Steirer benötigte 69 Schläge und war mit drei unter geteilter Achter. In Führung setzte sich mit einer famosen 63er-Runde Mike Lorenzo-Vera.

Nur einen Schlag hinter dem Franzosen folgte der Weltranglisten-Zweite Rory McIlroy, der wie Lorenzo-Vera im Kampf um den Tour-Sieg aber keine Rolle spielt. Wiesberger startete mit einem Bogey denkbar ungünstig in das mit acht Millionen US-Dollar dotierte Turnier. Nach weiteren zwei Schlagverlusten am vierten und zehnten Loch sowie insgesamt fünf Birdies musste er Rahm und seinen Flightpartner Fleetwood deutlich ziehen lassen. Denn der Spanier Rahm verbuchte sechs Birdies ohne Schlagverlust. Fleetwood gelang am ersten Loch sogar ein Eagle, außerdem standen zwei Bogeys fünf Birdies gegenüber. Anders als Rahm und Fleetwood büßten die ebenfalls noch um den Gesamtsieg mitkämpfenden Matthew Fitzpatrick (21.) und Shane Lowry (33.) vorläufig Boden auf Wiesberger ein. Um den historischen Tour-Titel zu holen, müsste der Burgenländer bei einem Turniersieg von Rahm und Fleetwood alleiniger Zweiter werden.

Schon jetzt ist die Saison allerdings nach seiner Rückkehr aus einer langen Verletzungspause überaus erfolgreich für ihn verlaufen. Zunächst hatte er im Mai in Dänemark seinen ersten Turniersieg nach zwei Jahren gefeiert, im Juli und Oktober kamen jene in Schottland und Italien auf der hochkarätigen Rolex-Serie dazu. Bei der Wahl zu Österreichs Sportler des Jahres landete er als Vierter hinter Marcel Hirscher, Dominic Thiem und Lukas Weißhaidinger. Auch Matthias Schwab legte eine sensationelle Saison hin, bei den Frauen sorgten zuletzt Christine Wolf und Sarah Schober für einiges Aufsehen. (apa)