Jonas Müller ist aktuell das Maß aller Dinge im Rodel-Weltcup. Der 22-jährige Vorarlberger, der schon zum Auftakt in Innsbruck gewonnen hatte, siegte nach Rang drei im ersten Lauf am Sonntag auch in Lake Placid. Er behält damit das Gelbe Trikot des Gesamt-Weltcup-Leaders. Müller gewann in 1:41,437 Minuten vor Halbzeit-Leader Tucker West (USA/+ 0,021) und Dominik Fischnaller (ITA/+0,052).

"Es ist fantastisch! Ich habe mir die Woche über recht schwergetan, habe eigentlich nur im Gesetztentraining halbwegs getroffen", sagte Müller erfreut. "Ich hätte mir nie gedacht, dass es für ganz vorne reicht, zumal die Eisverhältnisse zwar genial, aber richtig schwer zu rodeln waren", staunte der Vorarlberger, der sich auch bei den Trainern für das "sensationelle Material" bedankte.

Wolfgang Kindl (10.) und Reinhard Egger (11.) verloren je zwei Ränge nach dem ersten Heat. Nico Gleirscher landete auf Rang 18. Sein Bruder und Olympiasieger David Gleirscher, wurde nach völlig verpatztem ersten Lauf 21.

Müller holte am Nachmittag (Ortszeit) dann im Sprintbewerb noch den dritten Rang hinter dem Russen Roman Repilow und dem US-Amerikaner Tucker West. Im Gesamt-Weltcup führt Müller nach drei von 12 Bewerben mit 270 Zählern 25 Punkte vor Repilow.

Im Doppelsitzer-Sprint schafften Thomas Steu/Koller den fünften Rang und sind damit im Gesamt-Weltcup nach dem ersten Viertel der Saison Vierte.