In der Doping-Causa rund um die "Operation Aderlass" stehen weitere Prozesstermine am Landesgericht Innsbruck fest. So müssen sich im Jänner die beiden Ex-Skilangläufer Dominik Baldauf und Johannes Dürr vor Gericht verantworten. Auch der Prozess gegen den Radprofi Georg Preidler wird noch im Jänner stattfinden.

Am 14. Jänner muss sich Baldauf wegen gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs verantworten, sagte Gerichtssprecher Andreas Stutter am Dienstag zur APA. Der Vorarlberger soll sich umfassend geständig gezeigt haben. Baldauf wird vorgeworfen, in den Jahren zwischen 2016 bis zur nordischen WM in Seefeld Ende Februar 2019 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen zu haben.

Einen Tag darauf, nämlich am 15. Jänner, muss Georg Preidler vor Gericht. Er wurde ebenfalls wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs angeklagt. Dem 29-Jährigen wird vorgeworfen, beginnend mit dem Giro d’Italia im Frühjahr 2017 bis zu seinem Dopinggeständnis regelmäßig Blutdoping praktiziert und auch Wachstumshormone genommen zu haben. Der Steirer hatte im März Selbstanzeige erstattet.

Ebenfalls noch im Jänner, nämlich am 27., steht der Prozess gegen Johannes Dürr an. Dem ehemaligen Langläufer wird laut Anklage neben schweren gewerbsmäßigen Betrug zudem zur Last gelegt, zum Doping anderer Sportler beigetragen zu haben. Er soll Wachstumshormone vom deutschen Sportmediziner Mark S. an andere Sportler weitergegeben und andere Sportler an den Mediziner vermittelt haben. Dürr war bereits bei Olympia 2014 des Dopings überführt worden. Er soll aber auch danach weiterhin Doping betrieben haben.

Denifl-Prozess im Februar

Der Prozess gegen Stefan Denifl wurde indes von Dezember auf 3.Februar verlegt. Dem Tiroler wird vorgeworfen, beginnend mit dem Jahr 2014 bis zur Beendigung seiner Radprofikarriere Ende 2018 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen zu haben.

Ex-Langläufer Max Hauke war bereits im Oktober - nicht rechtskräftig - zu fünf Monaten bedingt verurteilt worden.