Die Ausgangsposition war alles andere als einfach, die Ausbeute entsprechend nicht schlecht. In Dominik Landertinger und Simon Eder mussten Österreichs routinierteste Biathleten zum Auftakt des Heimweltcups erkrankungsbedingt passen, dafür sprang Felix Leitner als Achter in die Bresche. Bei den Damen bestätigte Lisa Hauser ihre starke Form und schrammte nur knapp an den Top Ten vorbei. Platz elf war dennoch das bisher beste Ergebnis für Hauser in Hochfilzen.

Der 22-jährige Leitner schaffte im 10-Kilometer-Bewerb eine fehlerfreie Schussleistung und landete mit 35,1 Sekunden Rückstand auf Sieger Johannes Thingnes Bö auf dem guten achten Rang. Bö feierte seinen insgesamt 39. Weltcupsieg 7,8 Sekunden vor Simon Desthieux.

Routinier Julian Eberhard hatte mit insgesamt drei Fehlschüssen und damit Strafrunden schon im Liegendschießen (2 Fehler) alle Chancen auf ein Spitzenresultat verspielt.

Hauser "mit dem Schießen happy"

Bei den Damen sicherte sich wie im Vorjahr Dorothea Wierer den Sieg, die Südtirolerin gewann trotz einer Strafrunde 5,9 Sekunden vor der fehlerfreien Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold. Als Dritte überraschte die Russin Swetlana Mironowa (+ 18,3 Sek./1 Strafrunde).

Hauser durfte sich nach zehn Treffern, aber nicht optimaler Laufleistung über ihr bisher bestes Hochfilzen-Ergebnis freuen. "Der Auftakt ist mir gelungen. Mit dem Schießen bin ich echt happy, null/null habe ich in Hochfilzen in einem Einzelrennen noch nie geschafft. Läuferisch habe ich mir ein bisschen schwergetan, damit bin ich nicht ganz zufrieden, aber es war ok", meinte sie nach dem Rennen bei durchaus kniffligen Windbedingungen. Die Ausgangslage für die Verfolgung mit vier Schießeinlagen, die nach der Staffel am Samstag diesmal erst am Sonntag stattfindet, sei vielversprechend. "Das war das große Ziel, dass ich mit vorne rausstarten kann", so die Tirolerin, der 45,1 Sekunden auf Wierer fehlten. (apa/red)