Wenn Österreichs Snowboard-Grande-Dame Claudia Riegler Bad Gastein im Vorfeld des Heim-Weltcups als ihre "große Liebe" bezeichnet hatte, so war die Beziehung am Dienstagabend doch ein bisschen angeknackst. Am Tag darauf gab es aber die große Versöhnung - nach dem bitteren Aus in der Qualifikation für den Parallel-Slalom gab es zum Abschied des Gastein-Auftritts Platz zwei im Teambewerb für sie und ihren Salzburger Landsmann Andreas Prommegger.

Die beiden Routiniers - Riegler ist 46 Jahre, Prommegger 39 Jahre alt - mussten sich erst im Finale dem favorisierten deutschen Duo Ramona Hofmeister/Stefan Baumeister beugen.

Extra-Lob für den Teamkollegen

Nachdem Riegler im Endlauf 1,4 Sekunden auf die 23-jährige Seriensiegerin Hofmeister eingebüßt hatte, war der Endlauf praktisch entschieden. Baumeister ließ dann nichts mehr anbrennen und kam noch mit 0,55 Sekunden Vorsprung auf Prommegger ins Ziel. "Der Andi war heute echt sensationell", sagte Riegler über ihren Teamkollegen. "Das war ein perfekter Tag", betonte Hofmeister, die am Vortag im Einzelbewerb ihren bereits vierten Weltcup-Sieg en suite gefeiert hatte. Die Schweizer Julie Zogg/Dario Caviezel komplettierten als Dritte das Podest.

Die Vorjahresgewinner Daniela Ulbing und Benjamin Karl waren bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Das dritte ÖSV-Team mit Sabine Schöffmann und Alexander Payer hatte im Viertelfinale gegen Zogg/Caviezel verloren. (apa/art)