Es ist eine fast schon liebgewonnene Tradition: Jedes Jahr im Februar, wenn im heimischen AT&T-Center die Veranstaltung mit dem etwas sperrigen Namen "San Antonio Stock Show & Rodeo" über die Bühne geht, touren die Basketballer der Spurs auf ihrem Rodeo Road Trip durch die Fremde. Wenn einer eine Reise tut, kann er bekanntlich viel erzählen - heuer sind es aber bisher eher unschöne Geschichten, von denen die Spurs berichten können. Das 117:125 bei den Portland Trail Blazers war im dritten Spiel dieser Serie schon die dritte Niederlage.

Wiens Basketball-Export Jakob Pöltl kam 11:45 Minuten zum Einsatz, verzeichnete dabei drei Punkte, vier Rebounds und zwei Assists.

Das Match geriet zu einem Rodeo der Gefühle: Denn die Entscheidung in dem Duell, das nicht weniger als 20 Führungswechsel gebracht hatte, fiel im Schlussabschnitt. Die Spurs hatten einen 92:86-Vorsprung, gaben das letzte Viertel jedoch mit 25:39 ab. Center Trey Lyles erzielte 23 Punkte und holte zehn Rebounds für die Spurs. Portland wurde von Damian Lillard mit 26 Zählern und zehn Assists angeführt.

Das Play-off ist in die Ferne gerückt

Mit einer 22:29-Bilanz hat San Antonio mittlerweile vier Siege Rückstand auf die in der Western Conference achtplatzierten Memphis Grizzlies (26:25) und damit auf einen Play-off-Rang. Am Samstag sind die Texaner bei den Sacramento Kings zu Gast.

NBA-Spitzenreiter Milwaukee Bucks (44:7) feierte indessen einen 112:101-Erfolg gegen die Philadelphia 76ers, zu dem Superstar Giannis Antetokounmpo 36 Zähler und 20 Rebounds beitrug. Russell Westbrook erzielte beim 121:111 der Houston Rockets bei den Los Angeles Lakers 41 Punkte. Er stellte damit seinen Teamkollegen James Harden (14) ebenso in den Schatten wie LeBron James (18) aufseiten des Gegners. Bester Lakers-Scorer war Anthony Davis (32).

Bryant-Gedenken am 24. Februar

Unterdessen haben US-Medien übereinstimmend berichtet, dass am 24. Februar im Staples Center von Los Angeles eine Gedenkveranstaltung für den vor knapp zwei Wochen verstorbenen Ex-NBA-Superstar Kobe Bryant stattfinden soll. Der TV-Sender CNN berief sich auf eine nicht genannte Person, die der Familie von Bryant nahestehe.

Dem Bericht zufolge könnte das Datum nach einer der früheren Trikot-Nummern der Lakers-Legende, der 24, ausgewählt worden sein. Bei einem Hubschrauber-Absturz waren Ende Jänner neben dem 41-Jährigen acht weitere Personen ums Leben gekommen, darunter seine Tochter. (art)