Vier Olympiasiege, 25 WM-Medaillen, alleine im vergangenen Jahr fünf davon in Gold - und nun drei Titel als Weltsportlerin des Jahres. Für die US-amerikanische Kunstturnerin Simone Biles begann das Jahr mit einem Triumph abseits des Schwebebalkens. Die 22-Jährige setzte sich bei der Wahl unter anderem gegen Ski-Star Mikaela Shiffrin durch und wurde wie schon 2017 und 2019 mit dem Laureus World Sports Award ausgezeichnet.

Auch aufgrund der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Tokio, wo sie erneut auf einen mehrfachen Gold-Coup losgeht, war Biles bei der Ehrung in Berlin nicht anwesend, richtete aber per Videobotschaft Dankes- und Grußworte an die Anwesenden. "Es bedeutet mir die Welt, ich möchte aber auch allen anderen Nominierten gratulieren", sagte sie.

Während Biles nun nur noch ein Triumph auf Rekordsiegerin Serena Williams fehlt, wurden bei den Männern ex aequo Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton sowie Fußball-Star Lionel Messi zum jeweils ersten Mal ausgezeichnet.

Hamilton nahm den Sportpreis bei einer Gala in der Verti Music Hall aus den Händen des langjährigen Fußballtrainers Arsene Wenger entgegen. "Das ist so unglaublich, die Größen zu sehen, denen ich jetzt folgen darf", sagte der 35-jährige Brite: "Ich wurde von vielen von euch inspiriert." Anders als er war auch Messi nicht nach Berlin gereist und übermittelte seinen Dank per Video.

Besonders emotional geriet auch die Ehrung Dirk Nowitzkis für sein Lebenswerk. Der deutsche Basketball-Pionier hatte seine langjährige Karriere bei den Dallas Mavericks im Vorjahr beendet.

Lob für die Uefa wegen des Ausschlusses Manchester Citys

Abseits der Ehrung war auch der Europacup-Ausschluss Manchester Citys, den die europäische Fußball-Konföderation Uefa am Freitag wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay für die folgenden zwei Saisonen ausgesprochen hatte, Thema in Berlin. Arsene Wenger hat das harte Durchgreifen der Uefa gelobt. "Die Regeln sind, wie sie sind, und müssen respektiert werden. Wer dabei erwischt wird, das zu umgehen, muss dafür bestraft werden", sagte der ehemalige Arsenal-Coach. "Wenn bewiesen wird, dass das mit Absicht gemacht wurde, muss das eben bestraft werden", betonte Wenger.

Unterstützung bekam der 70-jährige Franzose bei einem Podiumsgespräch von Ex-Trainerkollege Fabio Capello. "Es ist eine starke Entscheidung", sagte der 73-jährige Italiener, der von 2007 bis 2012 englischer Teamchef.

Wenger ergänzte: "Ich war immer für die finanzielle Kontrolle. Sport bedeutet zu gewinnen und die Regeln zu respektieren. Wenn das nicht gemacht wird, ist es kein richtiger Sport. Wenn du an einem Wettbewerb teilnimmst, musst du den Rahmenbedingungen zustimmen."

Manchester City war auch zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Euro verurteilt worden. Der aus Abu Dhabi alimentierte Klub hat allerdings bereits angekündigt, vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) zu ziehen, um das Uefa-Urteil anzufechten. (red)