Die vier Turniere der hoch dotierten WGC-Serie bieten den besten Golf-Profis der Europa-Tour die Chance, sich auch abseits der vier Majors mit der auf der US-PGA-Tour engagierten Weltelite zu messen. Beim WGC-Saisonauftakt in Mexiko-Stadt schlagen ab Donnerstag auch Bernd Wiesberger und Matthias Schwab ab. Topfavorit ist Titelverteidiger Dustin Johnson (USA).

Wiesberger hatte seine Saison mit dem achten Platz in Abu Dhabi (Zweiter nach drei Runden) stark begonnen, danach aber in Dubai und Saudi-Arabien jeweils den Cut verpasst. In den jüngsten zwei turnierfreien Wochen hat der 23. der Weltrangliste mit seinen Coaches das Augenmerk auf das zuletzt fehleranfällige Spiel vom Abschlag gelegt.

Für das 10,5-Millionen-Dollar-Turnier im Chapultepec-Club (Par 71, kein Cut) ist der 34-Jährige optimistisch. "Ich freue mich schon darauf, bei der Mexico Championship meine guten Leistungen aus dem Training abrufen zu können", wurde Wiesberger in einer Aussendung zitiert. Seine auf dem Flug aus den USA verschwundene Golftasche ist rechtzeitig wieder aufgetaucht. In der Höhenlage Mexikos hat der Burgenländer bisher die Ränge 45 (2017) und 30 (2018) belegt.

Training in Florida

Von den Top Five der Weltrangliste fehlt nur Brooks Koepka (USA/2.), unter den 72 Teilnehmern befinden sich 42 der besten 50. Schwab (84.) erhielt dank seiner Position auf der European Tour einen der begehrten Startplätze. Der Steirer hat vergangene Woche mit seinen Coaches für Schwung und Putten in Florida trainiert. "Ich gehe gut vorbereitet in dieses Turnier", betonte der 25-Jährige. Als spielerisch größte Herausforderung erwartet Schwab die Höhenlage mit mehr als 2000 Meter. "Die Bälle fliegen hier um mehr als zehn Prozent weiter als auf Meeresniveau."

Johnson, der Weltranglisten-Fünfte, verdankt seine Rolle nicht nur seiner Vorliebe für das Mexiko-Turnier (Sieger 2017, 2019), sondern auch seiner aktuellen Form. Bei drei Starts 2020 war er immer in den Top Ten. Der Weltranglisten-Erste Rory McIlroy (im Vorjahr Zweiter, fünf Schläge zurück) kommt sogar mit fünf Top-5-Resultaten in Serie. Zum Favoritenkreis zählen unter anderem auch Jon Rahm (ESP), Adam Scott (AUS) und Matt Kuchar (USA). (apa)