Dominic Thiem ist am Samstag im Viertelfinale des ATP-500-Turniers in Rio de Janeiro überraschend ausgeschieden. Der topgesetzte Australian-Open-Finalist musste sich dem nur auf Platz 128 liegenden italienischen Qualifikanten Gianluca Mager mit 6:7(4),5:7 geschlagen geben. Thiem vermochte das Match in der Fortsetzung des wegen Regens am Vortag abgebrochenen Spiels nicht mehr zu drehen.

Die Frage, ob mit Thiem körperlich alles in Ordnung ist, war nach der überraschenden Niederlage durchaus legitim. Der Österreicher gab diesbezüglich Entwarnung. "Grundsätzlich ist alles okay", so Thiem, der aber nicht abstreiten wollte, dass die Australian Open ihren Tribut gefordert haben. "Natürlich ist ein Grand-Slam-Turnier immer sehr hart und ermüdend."

Auf einem anderen Belag auf der anderen Seite der Welt wieder sein Toplevel zu zeigen, sei dann nicht so einfach. "Ich habe diese Woche definitiv nicht mein bestes Tennis gespielt, auch nicht in den ersten beiden Runden. Aber da habe ich mich irgendwie noch rausgekämpft", schilderte Thiem. Es sei ihm schon öfters passiert, dass sein Tennis dann immer besser wird. "Diese Woche war das leider nicht so, deswegen hat er es wirklich verdient, heute zu gewinnen. Ich war nicht in der Lage, mein Level zu steigern und das hat er ausgenutzt."

Sein Taktikwechsel vom Vortag, als er sehr defensiv gespielt hatte, war natürlich beabsichtigt. "Ich muss nach gestern etwas ändern. Ich hatte nicht genug Power in meinen Schlägen. Ich habe versucht, aggressiver zu spielen, mehr Serve-Volley, mehr Slices. Aber das hat nicht funktioniert."

Thiem spielt nun seine nächsten Turniere erst im März bei den Masters-1000-Events in Indian Wells, wo er Titelverteidiger ist, und in Miami. Der am Samstag mit einem Sieg über Mager möglich gewesene Aufstieg zur Nummer 3 der Welt wird nun erst am 2. März stattfinden. (apa)