Zuerst Jurij Rodionov, jetzt Dennis Novak - Während Österreichs Tennis-Nummer-eins Dominic Thiem sich in Miami auf das Tennis-Masters-1000-Turnier vorbereitet, sorgt die zweite rot-weiß-rote Garde eineinhalb Wochen vor dem Daviscup-Länderkampf gegen Uruguay am 6./7. März für die positiven Nachrichten. Nach Rodionovs zweitem Challenger-Turniersieg binnen weniger Wochen erreichte Dennis Novak am Dienstag vorerst das Achtelfinale des mit 2,95 Millionen Dollar dotierten Turniers in Dubai. Der 26-jährige Niederösterreicher, der sich für den Hauptbewerb qualifiziert hatte, ließ dem indischen Wildcardspieler Prajnesh Gunneswaran beim 6:4, 6:3 in 77 Minuten keine Chance.

Seine Achtelfinal-Aufgabe wird ungleich schwerer: Novak trifft nun auf den als Nummer sieben gesetzten Russen Karen Chatschanow. Das bisher einzige Aufeinandertreffen mit dem Weltranglisten-17. hat Novak 2018 in der ersten Runde in der Wiener Stadthalle mit 3:6, 5:7 verloren.

Novak hat damit 38.835 US-Dollar (35.898,50 Euro) Preisgeld brutto sowie 45 ATP-Zähler sicher. In der Weltrangliste schiebt er sich somit in Richtung Top 80. Seine bisher beste Platzierung (93.) wird er auf jeden Fall toppen. Sollte er sich gegen Chatschanow überraschend durchsetzen, würde er nicht nur Punkte und Preisgeld verdoppeln, sondern könnte auch erstmals auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic treffen. Der Serbe bekommt es zuvor noch mit dem Deutschen Philipp Kohlschreiber zu tun.

Entscheidung über zweiten Daviscup-Einzelspieler offen

Schon jetzt steht fest, dass Novak das Daviscup-Team, für das es in Premstätten um den Aufstieg ins Finalturnier geht, anführen wird. Kapitän Stefan Koubek hat am Dienstag das zu erwartende Team nominiert, ihm gehören außerdem Rodionov, Sebastian Ofner sowie die Doppelspezialisten Oliver Marach und Jürgen Melzer an.

Die Entscheidung über den zweiten Einzelspieler neben Novak ließ sich Koubek offen. Rodionov, der sich zuletzt auf Platz 172 der Welt verbessert hat, habe sich "von den Ergebnissen und vom Selbstvertrauen her eine realistische Chance erarbeitet", sagte der Kärntner, der aber Ofner als "auch eine gute Option" betrachtet. In der Weltrangliste liegt dieser als 156. noch knapp vor dem Jungstar.

So oder so sieht Koubek sein Team in der Halle auf Hartplatz als Favorit. "Wir stellen eine sehr starke Truppe, die super zusammenhält und sich vor Uruguay nicht fürchten muss. Dennis Novak spielt im Daviscup regelmäßig groß auf, wie etwa in Moskau, in Graz gegen Australien oder in Finnland", erklärte Koubek. Zudem verfüge man mit Melzer/Marach über zwei Top-Doppelspieler.

Möglichst volle Tribünen (Fassungsvermögen: 5000) sollen dort, wo Thomas Muster 1994 gegen Michael Stich für Gänsehautmomente gesorgt hat, für den nötigen Heimvorteil sorgen. Gelingt der Sieg, dann ist Österreich erstmals beim lukrativen Weltgruppen-Finalturnier in Madrid im November dabei. "Die Zuschauer werden unser Team hoffentlich zum Sieg pushen. Die Teilnahme am Weltgruppen-Finalturnier liegt zum Greifen nahe. Wobei wir nicht den Fehler machen werden, Uruguay zu unterschätzen", sagt ÖTV-Präsidentin Christina Toth. (art/apa)