Seine aktive Karriere als Spieler dürfte vorbei sein, seine Zeit im Eishockey wohl aber noch nicht. Gleichzeitig mit seinem Entschluss, "nicht mehr zu trainieren und versuchen, zurückzukommen", sollte er am letzten Tag der Trade-Deadline - also am Montag - nicht bei einem neuen NHL-Verein unterkommen, blickte Österreichs langjähriger NHL-Export Thomas Vanek auch schon in die Zukunft. "Ich möchte wieder zurück ins Spiel kommen und schließlich ein GM (General Manager) werden", sagte der 36-Jährige über seine Pläne.

Es sei "okay" für ihn, sollte es nicht mehr mit einem neuen Verein klappen, sagte Vanek am Montag in der Radio-Show "The Instigators", in der er von seinem langjährigen Buffalo-Sabres-Teamkollegen Andrew Peters interviewt wurde.

"Ich bin glücklich mit dem, was ich erreicht habe", betonte Österreichs Sportler des Jahres 2007. Das vergangene Jahr habe ihm viel Spaß gemacht, "zu Hause zu sein und meine Buben zu trainieren", berichtete Vanek. Er genieße das Familienleben mit seiner Frau Ashley und den drei Söhnen Blake (12 Jahre), Luka Robert und Kade Ashton (beide 9) in Stillwater/Minnesota.

Sein letztes NHL-Match bestritt Vanek am 23. März des Vorjahres. Damals trug er das Trikot der Detroit Red Wings, für die er bereits in der Saison 2016/17 gespielt hatte. Begonnen hatte der Flügelstürmer seine Spielerlaufbahn in der besten Eishockey-Liga der Welt am 5. Oktober 2005 bei den Buffalo Sabres, bei denen er bis zum 27. Oktober 2013 unter Vertrag stand. Weitere Karriere-Stationen in der NHL waren dann die New York Islanders, Montreal Canadiens, Minnesota Wild, Detroit Red Wings, Florida Panthers, Vancouver Canucks sowie die Columbus Blues Jackets.
In Summe bestritt Vanek in insgesamt 14 NHL-Saisonen insgesamt 1098 Spiele (1029 im Grunddurchgang und 69 im Play-off). In diesen verbuchte er in Summe 825 Punkte (394 Tore/davon 21 im Play-off und 431 Assists/davon 15 im Play-off).

"Spieler müssen lieben, was sie tun"

"Dadurch, dass ich für so viele verschiedene Teams in den letzten sechs, sieben Jahren meiner Karriere gespielt habe, habe ich so viel gelernt", erklärte Österreichs größter Eishockey-Star.

Er wisse deshalb, worauf es ankommt, um ein erfolgreiches NHL-Team zu formen. "Ich habe mir in den letzten sechs, sieben Jahren viele Notizen gemacht, was die Burschen wirklich mögen. Denn am Ende des Tages kommt es darauf an. Du musst 23 Spieler haben, die nicht nur schätzen, wo sie sind, sondern auch lieben, wo sie sind, die gemeinsam spielen und füreinander da sind. Ich möchte deshalb dem Spiel verbunden bleiben und eines Tages GM werden und einige der Dinge umsetzen, die ich in meiner eigenen Karriere gelernt habe." (apa/red)