Die Motorrad-WM ist das nächste Sportereignis, dem aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ein Terminchaos beziehungsweise eine Rumpfsaison droht. Nachdem zunächst der Auftakt in der MotoGP-Klasse am Sonntag abgesagt werden musste, wurde auch das Rennen in Thailand auf einen vorerst noch nicht bekannten Zeitpunkt verschoben.

Hauptgrund sind Einreisebeschränkungen unter anderem für Personen aus Italien, wie der Automobilverband FIA bekanntgab. Die Rennen der Moto2- und Moto3-Kategorien dagegen sollen nach aktuellem Stand wie geplant am 8. März stattfinden.

Die Teams und Piloten der zweiten- und dritthöchsten Kategorie befinden sich - anders als jene der Königsklasse - für offizielle Testfahrten auf dem Kurs von Losail bereits seit einigen Tagen in Katar. Deshalb sind sie von den Einreisebeschränkungen nicht betroffen.

Hauptgrund für die MotoGP-Absage ist, dass alle Reisenden auf Direktflügen aus Italien oder Personen, die sich in den vergangenen zwei Wochen in Italien aufgehalten haben, derzeit in Doha automatisch für mindestens 14 Tage in Quarantäne müssen. Italien spiele sowohl auf als auch abseits der Rennstrecke eine wichtige Rolle in der Weltmeisterschaft, deshalb habe man alle Sessions der Top-Klasse abgesagt, hieß es.

Die behördlichen Auflagen, um das Coronavirus einzudämmen, sorgen damit für eine weitere Absage eines internationalen Sportanlasses. Zuvor waren unter anderen bereits die Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten vom 13. bis 15. März in Nanjing in China oder der Formel-1-Grand-Prix von China am 19. April in Shanghai gestrichen, respektive verschoben worden. (apa/red)