Für Jakob Pöltl könnte es derzeit besser laufen. Am Samstag hatte sich Österreichs NBA-Export das Seitenband im rechten Knie gezerrt, in der Nacht auf Dienstag musste er die nächste Niederlage seiner San Antonio Spurs mitansehen. Die Texaner verloren  in Abwesenherit des Wieners gegen die Indiana Pacers mit 111:116. Neben Pöltl fehlte auch LaMarcus Aldridge wegen einer Verletzung, die erfolgreichsten Scorer der Spurs waren Patty Mills und Trey Lyles mit 24 beziehungsweise 20 Punkten.

Schon in der Nacht auf Mittwoch geht es für sie mit dem Auswärtsspiel bei den Charlotte Hornets weiter. Die Aussichten auf einen Play-of-Platz sind schlecht, San Antonio fiel im Rennen um die Aufstiegsplätze weiter zurück, zumal die in der Western Conference achtplatzierten Memphis Grizzlies bei den Atlanta Hawks mit 127:88 gewannen.

Pöltl wird seiner Mannschaft auf diesem schwierigen Weg vorerst nicht weiterhelfen können. Die angekündigten zwei bis vier Wochen Pause wegen der Seitenbandzerrung bedeuten, dass der heimische NBA-Pionier, der erst zum sechsten Mal ein Spiel der Texaner verpasste, zum dritten Mal wegen einer Verletzung, wohl zumindest sieben, möglicherweise sogar bis zu 15 Begegnungen aussetzen muss.

Im Spitzenspiel des Abends feierte Miami Heat ein 105:89 über die Milwaukee Bucks. Der NBA-Spitzenreiter aus Wisconsin musste die erst neunte Saisonniederlage hinnehmen.

Nur eigene Stifte, kein Abklatschen

Indessen hat auch die NBA auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert. Eine Absage von Sportereignissen, die in Asien alltäglich geworden ist und in Europa zumindest heftig diskutiert wird, ist zwar vorerst kein Thema, die Regeln im Umgang mit Fans wurden aber verschärft. So dürfen sich diese bis auf weiteres maximal einen Fistbump erwarten - auf Abklatschen sollen die Spieler zu ihrem eigenen Schutz verzichten.

Autogramme geben sollen die Profis laut der Empfehlung, die die NBA am Montag herausgab, nur noch mit eigenen Stiften, mitgebrachte Gegenstände sollen sie nicht mehr annehmen - und natürlich auf gutes und regelmäßiges Händewaschen sowie genug Abstand zu angeschlagenen Menschen achten.

Einen Fistbump, also das Aneinanderdrücken zweier Fäuste, halten die Verantwortlichen der Liga dagegen für in Ordnung. Die US-Gesundheitsbehörde CDC erhöhte am Montag die Zahl der bisher positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getesteten Menschen in den USA auf 43. Nach Medienberichten sollen es allerdings bereits deutlich mehr sein. Sechs Menschen sind in den USA an den Folgen ihrer Erkrankung gestorben. (red)