Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen - zu der (bisher) im heimischen Sport drastischsten hat sich die Erste-Bank-Eishockey-Liga entschlossen. Nachdem die Bundesregierung zu Mittag einen Erlass präsentiert hatte, wonach Veranstaltungen nur mit begrenzten Zuschauerzahlen ausgetragen werden dürfen - indoor mit maximal 100, outdoor mit maximal 500 -, und während des Ringens des Fußballs um eine Lösung, hat die Eishockey-Liga die Saison gleich für beendet erklärt.

Dabei hat die heiße Phase gerade erst so richtig begonnen, am Dienstag wären die jeweils vierten Spiele der Best-of-Seven-Viertelfinalserie auf dem Programm gestanden. Dazu kommt es nun nicht mehr, die Saison endet vorzeitig und ohne Meister. Neben dem EC Red Bull Salzburg und dem HCB Südtirol qualifizierten sich die Vienna Capitals als Drittplatzierte der Pick Round für die Champions League.

"Der 10. März 2020 ist ein trauriger Tag für Klubs, Spieler, Spieloffizielle und vor allem die zahlreichen Fans unserer Erste Bank Eishockey Liga. Alle Stakeholder haben seit Monaten intensiv auf den Saisonhöhepunkt hingearbeitet, den wir nun nicht erleben können. Wir erleben allerdings gerade eine Ausnahmesituation, von der zahlreiche Bereiche unseres Lebens betroffen sind. Auch wenn die Entscheidung wehtut, sehen wir es als unsere Pflicht einen Beitrag zu leisten, um schnellstmöglich zur Normalität zurückehren zu können. Die Entscheidung die Meisterschaft abzubrechen wurde gemeinschaftlich von Liga-Präsidium und den Vereinsverantwortlichen getroffen. Eine Fortsetzung der Meisterschaft vor leeren Rängen wäre für uns keine Option gewesen, da unser Sport von Emotionen und der sensationellen Stimmung in den Arenen lebt", erklärte Christian Feichtinger, Geschäftsführer der Erste-Bank-Eishockey-Liga in einer Presseaussendung. (art)