Olympiasieger Greg van Avermaet hat am Sonntag die als virtuelles Rennen ausgetragene Flandern-Radrundfahrt gewonnen. Zwölf Fahrer traten zur Absolvierung einer 32-Kilometer-Distanz an, normal bestreiten die Konkurrenz 175 Fahrer über 260 Kilometer. Die Fahrzeit betrug rund eine statt sonst sechs Stunden. Die Konkurrenz wurde in Belgiens TV übertragen, mit Liveschaltungen zu den in ihrem Heim fahrenden Aktiven.

Die Flandern-Rundfahrt ist für gewöhnlich das zweite von fünf Monumenten des Radsports. Virtuell wurde sie diesmal wegen der Coronavirus-Pandemie ausgetragen. In Belgien sind bisher knapp 20.000 positive Coronavirus-Fälle verzeichnet worden, rund 1500 Personen sind mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Auch Motorsport findet derzeit nur im virtuellen Raum statt. Der Monegasse Charles Leclerc hat in einem solchen Formel-1-Lauf seine Klasse bewiesen. Der 22-jährige Ferrari-Pilot gewann am Sonntag das zweite Rennen der neuen VR-Serie, die die Motorsport-Königsklasse nach der Absage einer Vielzahl von Grand Prix wegen der Coronavirus-Pandemie für die Fans ins Leben gerufen hat. Es war Leclercs erster Auftritt in der virtuellen Serie. (apa/reuters/dpa)