In den vergangenen Tagen hat die grenzüberschreitende Eishockey-Liga nicht gerade die besten Schlagzeilen abgeliefert. Der Linzer Zwist, der in der Gründung eines neuen Vereins sowie des Verlustes der Heim-Arena der Black Wings gemündet ist, und der Coronavirus-bedingte Stillstand haben die Verantwortlichen vor ungeahnte Schwierigkeiten gestellt. Zudem ist der Vertrag mit dem bisherigen Namenssponsor Erste Bank ausgelaufen und wurde auch nicht verlängert. Doch zumindest für letzteres Problem konnte nun eine Lösung gefunden werden: Wie die Liga am Dienstag bekanntgab, gibt es mit bet-at-home bereits Ersatz. Der Vertrag mit dem Anbieter von Online-Sportwetten gilt ab der Saison 2020/21 für drei Saisonen (bis Frühjahr 2023).

Im Juni wird die Liga einen kompletten Relaunch vornehmen, der Liganame, Logo und digitalen Auftritt beinhaltet.

Viele offene Baustellen

Es ist ein erster Schritt, bis zum geplanten Saisonstart Anfang September hat die Liga aber noch viele Herausforderungen zu bewältigen. Noch fehlt ein Abschluss mit einem neuen TV-Partner, in Linz schwelt der Konflikt weiter, das Aufnahme-Verfahren der Bratislava Capitals, die als zwölfte Mannschaft einsteigen wollen, läuft.

Vor allem aber steht die Frage im Raum, wie die Liga unter den aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise in die Saison starten kann. "Aktuell arbeiten wir an Plan A, der es ab September möglich machen soll, erste Ligaspiele auszutragen. Wir sind aber weiterhin davon abhängig, wie sich die Rahmenbedingungen in Europa entwickeln. Mit dieser Herausforderung gehen wir sehr gewissenhaft um und werden versuchen bestmögliche Entscheidungen zu treffen, um die kommende Saison ohne oder mit so wenig Einschränkungen wie möglich starten zu können", erklärte Liga-Geschäftsführer Christian Feichtinger. Zumindest einen Punkt kann er nun abhaken. (art)