Österreichs Handball-Männer haben in der Qualifikation für die EM-Endrunde im Jänner 2022 in Ungarn und der Slowakei ein machbares Los erhalten. Nikola Bilyk und Co. treffen in Pool 2 auf Gruppenfavorit Deutschland, Bosnien und Herzegowina sowie Estland. Das ergab die am Mittwoch in Wien vorgenommene Auslosung.

Auch wenn Deutschland, aktueller EM-Fünfter, als klare Nummer eins ins Rennen geht, darf sich Österreich, das aus Topf zwei gezogen wurde, gute Hoffnungen auf die fünfte WM- oder EM-Endrunde in Folge machen. Denn nicht nur die Gruppenersten- und Zweiten lösen ein Ticket, auch die vier besten Dritten der acht Pools sind für die Endrunde qualifiziert. Die beiden Veranstalterländer sind ebenso fix dabei wie Titelverteidiger Spanien und dessen Vize Kroatien.

Deutschland war für Österreich bisher jedenfalls meist eine zu harte Nuss. Zuletzt setzte es bei der Heim-EM im Jänner trotz phasenweiser guter Leistung eine 22:34-Niederlage, in 24 Partien stehen insgesamt 21 Niederlagen zu Buche. Die Bilanz gegen Bosnien fällt hingegen erfreulich aus. In den jüngsten fünf Begegnungen - allesamt Bewerbsspiele und vier davon in der EM-Qualifikation - gab es bei einem Remis vier Siege. Großer Außenseiter ist Estland, das aus Topf vier kam: Die Balten nahmen überhaupt noch nie an einer Endrunde teil.

Österreich, das bei der EM in diesem Jahr den historischen achten Platz belegte und auch für de WM 2021 in Ägypten qualifiziert ist, wird Anfang November mit einem Doppel-Spieltag in die EM-Qualifikation starten. Runde drei und vier finden im März 2021 statt, abgeschlossen wird die EM-Ausscheidung mit zwei Spielen Ende April/Anfang Mai kommenden Jahres. (apa)