Zuletzt stand er als Teilnehmer der missglückten Adria-Tour des Serben Novak Djokovic im Rampenlicht, am Freitag schrieb Österreichs Tennis-Topstar Dominic Thiem wieder auf sportlichem Weg Schlagzeilen. Der niederösterreichische Weltranglistendritte besiegte im Finale der Austrian Pro Series den Burgenländer David Pichler klar mit 6:2, 6:0. In der Vorrunde der nationalen Turnierserie in der Südstadt hatte er den Staatsmeister, die Nummer 479 der Welt, noch 6:0, 6:0 abgefertigt.

Nach den Turnieren in Belgrad, das Thiem ebenfalls gewonnen hatte, und in Zadar hatten sich Organisator Djokovic und die anderen Teilnehmer viel Unmut zugezogen. Die Stars hatten - wie Tausende Zuschauer auch - die Abstandsregeln missachtet und in einem Nachtlokal dicht an dicht gefeiert. Das hatte mehrere positive Coronavirus-Tests im Tennistross zur Folge. Darunter sind der Weltranglistenspitzenreiter Djokovic, drei weitere Spieler, Betreuer und Angehörige. Alle bisherigen Tests von Thiem fielen negativ aus. Am Wochenende tritt er bei einem Einladungsturnier in Nizza, dem Ultimate Tennis Showdown, an.

Für Pichler und die anderen heimischen Asse geht es unterdessen nun bei den österreichischen Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf weiter. Bis auf Thiem sind alle heimischen Asse vertreten, Pichler ist Titelverteidiger bei der Veranstaltung, die erstmals mit insgesamt 40.000 Euro dotiert ist und an fünf Tagen live auf ORF Sport+ übertragen wird. Ab 1. Juli, wenn die neue Verordnung des Gesundheitsministeriums in Kraft tritt, sind auch bis zu 500 Zuschauer zugelassen. Nach den Ereignissen auf der Adria-Tour ist man freilich vor allzu großer Euphorie gewarnt. (red)