Valtteri Bottas hat den turbulenten WM-Auftakt der Formel 1 in Österreich gewonnen. Der Mercedes-Pilot aus Finnland feierte am Sonntag auf dem Red Bull Ring in Spielberg seinen achten Grand-Prix-Sieg. Zweiter wurde Ferrari-Mann Charles Leclerc aus Monaco, dahinter folgte der 20-jährige Brite Lando Norris im McLaren. Weltmeister Lewis Hamilton im zweiten Mercedes belegte den vierten Platz.

Max Verstappen hingegen hat den Grand Prix früh beenden müssen. Der Sieger der beiden vergangenen Ausgaben des Rennens in Spielberg konnte seinen Red-Bull-Honda wegen eines technischen Gebrechens nicht mehr in Gang bringen. Der Niederländer, der von der zweiten Position aus gestartet war, brachte es nur auf zwölf Runden.

Er verlor laufend Geschwindigkeit, fiel auf den letzten Platz zurück und fuhr dann in die Box. Dort stieg Verstappen schließlich nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Motor wieder zum Laufen zu bringen, aus dem Auto.

Mit Schweigeminute gegen Rassismus

Der Niederländer war der erste Ausfall der WM-Saison 2020. Es gab drei Safety-Car-Phasen. Hamilton hatte in der Schlussphase eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe ausgefasst, weil er eine Kollision mit Alexander Albon verursacht haben soll. Auch der zweite Red-Bull-Pilot schied später aus.

Vor dem Rennen hat es eine Schweigeminute gegeben. Die Piloten trugen dabei T-Shirts mit den Aufschriften "End Racism" oder "Black Lives Matter". Einige Fahrer wie Hamilton knieten zudem auf einem Teppich der Rennstrecke nieder, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Erstmals wurde danach die österreichische Bundeshymne bei einem WM-Auftakt der Formel 1 gespielt. (apa)