Fast vier Monate ist es her, seit der letzte internationale Schwimm-Wettkampf vor dem Lockdown ausgetragen wurde. Von Freitag bis Sonntag findet nun auf der Budapester Margareteninsel ein Vierländerkampf zwischen Ungarn, Tschechien, Polen und Österreich statt. Mit einem 19-köpfigen Team gehen die Österreicherinnen und Österreicher an den Start. Während des Lockdowns wurde fleißig trainiert, um für den Bewerb vorbereitet zu sein. Denn der Saison-Hauptwettkampf der Schwimmerinnen und Schwimmer hätte auch ungeachtet der Corona-Pandemie an diesem Wochenende stattgefunden - nur sind es nun nicht die Olympischen Spiele, sondern ein Vergleich mit drei anderen Ländern. "Es geht primär um die Motivation", so OSV-Präsident Walter Bär. "Ich denke, dass wir in einzelnen Disziplinen ganz gute Chancen haben, vorne mitzuschwimmen, vielleicht auch einen Sieg einzufahren." Dabei lässt Bär jedoch nicht außer Acht, dass die ungarische Mannschaft zu favorisieren sei.

Am 1. August geht es dann für die Schwimmerinnen und Schwimmer in Graz bei den Staatsmeisterschaften weiter. Hierbei werden die Titelkämpfe auch Olympia-Qualifikationsmeeting sein - das erste nach der Corona-Pause. Außerdem können sich die OSV-Asse auch für die auf 2022 verlegten Weltmeisterschaften in Fukuoka qualifizieren. Die Motivation bei den Athletinnen und Athleten ist groß, einige wollen bei den Staatsmeisterschaften ihr Olympia-Glück versuchen. "Scheinbar sind die Trainingsergebnisse so, dass sie versuchen, in dieser Richtung anzugreifen, was ich sehr positiv finde", so Walter Bär. Nach den Staatsmeisterschaften legen die OSV-Asse eine zumindest zweiwöchige Trainingspause ein. Der Trainingsplan für die nächste Saison ist auch schon in Arbeit. Der Endpunkt der Planungen müssen jedoch auf jeden Fall die Olympischen Sommerspiele in Tokio in einem Jahr sein. (apa/jh)