Die San Antonio Spurs und Jakob Pöltl sind am Mittwoch trotz eines 123:105-Erfolgs über die Houston Rockets im Play-off-Rennen der NBA ins Hintertreffen geraten. Denn Phoenix und Portland zogen vor dem achten und letzten Match in Orlando wieder an den Spurs vorbei. Diese sind mit knappem Rückstand auf ein Trio Elfte der Western Conference. Der Neunte hat noch eine Aufstiegschance.

Mit seiner eigenen Leistung konnte Österreichs Basketball-Export zufrieden sein. In 27:39 Minuten Spielzeit schrieb er mit 14 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double an, zudem war er bester Rebounder der Partie. "Gegen Teams, die klein gegen uns spielen, versuche ich einfach, meine Stärken auszunützen. Ich versuche, effektiv am Rebound zu sein, in der Defense die Zone unter Kontrolle zu halten. Ich habe heute wieder gute Pässe von meinen Mitspielern bekommen und habe dann in der Zone finishen können", sagte er.

Die Portland Trail Blazers rückten dank eines 134:131 gegen die Dallas Mavericks auf den achten Platz vor den Memphis Grizzlies vor. Wesentlichen Anteil hatte Damian Lillard mit der Karriere-Bestmarke von 61 Punkten und dem Assist zum entscheidenden Dunk von Hassan Whiteside in der umkämpften Schlussphase.

Die Phoenix Suns gewannen mit 130:117 gegen die Philadelphia 76ers und nicht zuletzt dank 35 Punkten von Devin Booker auch ihr siebentes Match in der Bubble des Disney Resorts. Sie dürfen weiter auf die erste Play-off-Teilnahme in der amerikanischen Basketball-Profiliga seit zehn Jahren hoffen. Die Memphis Grizzlies haben nach dem 107:122 gegen Boston die exakt selbe Bilanz wie die Suns.

Spurs nun gegen Utah

Pöltls Spurs haben es hingegen nicht mehr in der eigenen Hand, zum 23. Mal in Folge das Play-off zu erreichen. Sie müssen in der Nacht auf Freitag (ab 0.30 MESZ) gegen das schon fix qualifizierte Utah Jazz gewinnen und auf Niederlagen von zumindest zwei der drei Konkurrenten hoffen. Dann wäre der neunte Platz erreicht. Zum Play-off-Einzug wären aber noch zwei Siege am Wochenende gegen den Achten nötig. "Wir werden ein bisschen Schützenhilfe brauchen", sagte Pöltl. "Aber für uns heißt es jetzt einfach, den Sieg noch zu holen, dann werden wir sehen, was rauskommt."

Giannis Antetokounmpo, der Superstar der Milwaukee Bucks, rastete im Duell mit den Washington Wizards (126:113) im zweiten Viertel nach einem Foul gegen ihn und einem Wortwechsel mit Moritz Wagner aus. Der wertvollste Spieler der vergangenen Saison (MVP) verabreichte dem Deutschen einen Kopfstoß und wurde ausgeschlossen. Antetokounmpo, dem eine Sperre droht, entschuldigte sich danach: "Ich werde daraus lernen." (apa)