Lang hat’s nicht gedauert, aber einiges ist geschehen: In Spielberg geht bereits dieses Wochenende (Sonntag, 14 Uhr) das zweite der beiden MotoGP-Rennen – der Große Preis der Steiermark – in Österreich über die Bühne. Nachdem es vergangenen Sonntag nach dem gefährlichen Crash von Ducati-Pilot Johann Zarco und Yamaha-Pilot Franco Morbidelli in der MotoGP und nach dem Sturz des Malaysiers Hafizh Syahrin in der Moto2 laute Kritik an der Streckenführung in der dritten Kurve gehagelt hatte, wurden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen installiert, um die Sicherheit der Fahrer zu erhöhen.

Durch das Aufstellen einer Sicherheitsbarriere, bestehend aus Beton, Zaun, Airfences und Reifenstapeln, soll nun gewährleistet werden, dass die Maschinen von gestürzten Fahrern an der 300 km/h Stelle nicht wieder auf die Strecke zurückrutschen oder fliegen. "Was möglich war, wurde gemacht", bestätigt Rennleiter Andreas Meklau. Von den Piloten gab es darauf sehr positives Feedback: "Es ist gut, dass es an dieser Stelle nun Verbesserungen gibt. Wir hatten wirklich enormes Glück", sagte Valentino Rossi, der beinahe von den Motorrädern der gestürzten Fahrer getroffen worden war und nur haarscharf an einer lebensgefährlichen Verletzung vorbeischrammte.

Auch das oberösterreichische Werksteam KTM schrammte am letzten Wochenende klar an seinen Zielen vorbei. Freilich, mit Rookie Brad Binder auf Platz vier konnten die Orangen auch beim Großen Preis von Österreich wieder anschreiben, der Crash Pol Espargaros und Miguel Oliveiras glich jedoch eher einem Desaster als einem zufriedenstellenden Tag. Doch wie auch schon am vergangenen Sonntag konnte Espargaro am Freitag als Trainigsschnellster aufzeigen, mit Oliveira auf Platz vier und Binder auf Platz zehn nimmt KTM damit neuerlich eine der Favoritenrollen ein.

Als Favoriten für den großen Preis der Steiermark zählen nach der Paradevorstellung am vergangenen Wochenende neben KTM-Werkspilot Espargaro wohl wieder die Ducati-Piloten, welche auch in den Trainingsfahrten wieder vorne dabei waren: Jack Miller und Vizeweltmeister Andrea Dovizioso zeigten auf der trockenen Piste mit Platz zwei und drei auf. Beim Freitagstraining nicht am Start war der am Sonntag gestürzte Zarco. (kra/apa)