Das 900. Rennen der Motorrad-Königsklasse war eines der besten. Nicht Pole-Mann Pol Espargaro, sondern dessen KTM-Markenkollege Miguel Oliveira beendete am Sonntag in Österreich die Ducati-Siegesserie. Als erster Portugiese gewann Oliveira in der MotoGP. Und zwar vor Jack Miller und Espargaro, die sich im Gerangel um den Sieg in der letzten Kurve behinderten. In der WM führt noch Fabio Quartararo.

Wie schon eine Woche davor stellte in Spielberg auch beim Grand Prix der Steiermark eine Unterbrechung alles auf den Kopf. Grund war diesmal ein kurioser Unfall von Maverick Vinales, der dabei aber unversehrt blieb. Schreckensszenen wie am vergangenen Sonntag blieben diesmal glücklicherweise aus.

Der folgende Sprint nach Neustart über zwölf Runden hatte es in sich und wurde wie so oft in Spielberg zum Thriller, der sich erst in der letzten Kurve auflöste. Großer Profiteur war Oliveira, der als Dritter innen durchschlüpfte und gewann. Damit ging zwei Wochen nach dem KTM-Premierensieg für Brad Binder in Brno auch der zweite KTM-Sieg in der MotoGP nicht an Espargaro, der die RC16 jahrelang mitentwickelt hat.

"Will ganz viel sagen, aber mir fehlen die Worte"

"Das ist wirklich sehr emotional", sagte Oliveira, der in seinem 150. GP neben 25 WM-Punkten auch ein über 500 PS starkes Auto des Sponsors aus Österreich einsackte. "Eigentlich will ich ganz viel sagen, aber mir fehlen die Worte", meinte der 25-jährige, angehende Zahnarzt, der in Spielberg MotoGP-Geschichte geschrieben hat und sich jetzt schon auf das heimatliche Saisonfinale in Portimao freut. "Ich könnte heute nicht glücklicher sein."

Unglaublich. Gestern die erste Pole, heute der nächste Sieg. Und das beim Heimrennen, das ist Wahnsinn", freute sich Sportmanager Pit Beirer. "Wir sind in der MotoGP endgültig angekommen." (apa)