Die Diskussionen und Spekulationen in der Königsklasse gehen weiter und weiter: Tritt Sebastian Vettel zurück oder fährt er weiter? Hat er bereits einen Vertrag bei Racing Point oder schließt er das Kapitel Formel-1-Karriere nach dieser Saison? Apropos Racing Point: Welches Team will jetzt noch einmal gegen das Urteil - Racing Point wird vorgeworfen, ihre Boliden seien eine Kopie der Mercedes-Autos - vorgehen, und welcher Rennstall hat die Proteste bereits zurückgezogen?

In der Formel 1 ist momentan nichts fix, und besonders abseits der Strecke tut sich so einiges. Einzig und allein bei Mercedes scheint alles so klar definiert zu sein wie eh und je. Möglicherweise ist genau das mit ein Grund, warum Lewis Hamilton und sein Teamkollege Valtteri Bottas bei fast jedem Rennen konstant gute Leistungen zeigen und zumindest einen Spitzenplatz einheimsen. Am Sonntag hat der Brite beim Grand-Prix von Belgien (30. August, 15.10 Uhr) nun die Chance, den nächsten Sieg einzufahren.

Lewis Hamilton zählt auch in Spa zu den großen Favoriten. - © reuters/Albert Gea
Lewis Hamilton zählt auch in Spa zu den großen Favoriten. - © reuters/Albert Gea

Jedoch kehrt der derzeit dominierende Pilot mit nicht allzu guten Erinnerungen nach Spa zurück: In der vergangenen Saison crashte Hamilton nach einem Fahrfehler im Abschlusstraining, beim Grand-Prix verpasste der Brite nach einer misslungenen Boxenstop-Taktik auch den Sieg.

Freilich, dieses Jahr stehen die Chancen für einen Mercedes-Erfolg deutlich besser, bedenkt man zumindest die derzeitigen Probleme des Vorjahres-Sieger-Teams Ferrari. Auch Max Verstappen, erster Verfolger Hamiltons in der Fahrer-WM, sieht Mercedes in der Favoritenrolle, will aber ebenfalls im Kampf um den Sieg mitmischen: "Es gibt viele lange Geraden, das bedeutet natürlich, dass man hier überholen kann, aber ich erwarte auch ein enges Qualifying mit den Leuten hinter uns."

Egal wer das Rennen schließlich für sich entscheidet, eines ist klar: Im Gegensatz zum Österreich-Grand-Prix werden die fehlenden Zuschauer die Stimmung am Lieblingskurs vieler Fahrer im Vergleich zum Vorjahr nicht sonderlich dämpfen - nach dem tödlichen Unfall des französischen Rennfahrers Anthoine Hubert herrschte auch 2019 Betroffenheit auf dem Stockerl. Hoffentlich geht heuer alles gut aus.(kra)