Die letzte Runde der Qualifikation ist noch nicht gespielt, da steht schon fest, dass Österreich im Herren-Bewerb der French Open durch ein rot-weiß-rotes Trio vertreten sein wird. Sebastian Ofner hat sein am Mittwochabend abgebrochenes Zweitrunden-Qualifikationsmatch gewonnen und kämpft nun gegen Landsmann Jurij Rodionov um einen Platz im Hauptfeld. Neben US-Open-Sieger Dominic Thiem hat auch Dennis Novak sein Ticket über die Weltrangliste sicher.

Die beiden Weltranglisten-Nachbarn Ofner (167.) und Rodionov (169.) sind auf oberer Tennis-Ebene noch nie aufeinandergetroffen. Die beiden Matches tiefer hat der drei Jahre ältere Steirer Ofner (24) - jeweils auf Teppich - für sich entschieden. Für ihn spricht zudem die größere Erfahrung.

Rodionov hatte seinen Platz in der dritten und letzten Runde schon am Mittwoch sichergestellt. Ofner gelang gegen den Schweden Elias Ymer nach der am Vorabend beim Stand von 7:6, 3:4 unterbrochenen Partie am Donnerstag beim Wiederbeginn sofort das Re-Break zum 4:4 und setzte sich danach trotz 0:3-Rückstand erneut im Tiebreak durch.

Die größere Erfahrung hat Sebastian Ofner, auch wenn es zuletzt nicht ganz nach Wunsch verlief. - © APAweb / expa, Stefan Adelsberger
Die größere Erfahrung hat Sebastian Ofner, auch wenn es zuletzt nicht ganz nach Wunsch verlief. - © APAweb / expa, Stefan Adelsberger

Für beide Österreicher geht es nun in Paris um viel. Für Ofner wäre es der erste Start in einem Major-Hauptfeld seit seinem Einzug in die Runde der letzten 32 beim Debüt in Wimbledon vor drei Jahren. In den zehn Grand-Slam-Turnieren seitdem war der mittlerweile 24-jährige Steirer nicht über die zweite Qualifikationsrunde hinausgekommen.

Für den 21-jährigen Rodionov wiederum, der im vierten Versuch zum ersten Mal in der dritten Runde der Ausscheidung steht, wäre es die Grand-Slam-Premiere. Der Niederösterreicher hat aber schon vor der Corona-Pause stark aufstrebende Form bewiesen - und nun, wie es scheint, daran angeschlossen. (apa/red)