Die Auftakthürde ist genommen, heute am frühen Nachmittag geht es für Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem und Jurij Rodionov mit der zweiten Runde bei den French Open weiter. US-Open-Sieger Thiem trifft im zweiten Spiel nach 11 Uhr auf den US-Amerikaner Jack Sock, Rodionov ebenfalls im zweiten Spiel des Tages (ORF Sport+) auf den Slowaken Norbert Gombos. Thiem ist freilich Favorit, doch auch Grand-Slam-Debütant Rodionov darf sich nach seinem Fünfsatz-Sieg gegen Jeremy Chardy gegen den Weltranglisten-106. durchaus Chancen ausrechnen.

Thiem ist vor seinem Gegner gewarnt, auch wenn dieser in der Weltrangliste nur auf dem 310. Platz zu finden ist. Sock hatte 2017 ein überragendes Jahr, konnte das Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy für sich entscheiden und sich damit ein Ticket für das World-Tour-Finale in London sichern. Doch statt eines weiteren Höhenfluges folgte daraufhin ein Absturz, dem Thiem allerdings nicht zuviel Bedeutung beimessen will. "Egal, welchen Absturz er gehabt hat, wenn man einmal Nummer acht der Welt war, heißt das, dass man ein richtig, richtig guter Tennisspieler ist, und so werde ich auch in das Spiel hineingehen", sagt der Weltranglistendritte, der vor allem vor der "unglaublichen Vorhand" Socks Respekt hat.

Dominic Thiem ist Favorit, aber gewarnt. - © APAweb / afp, Martin Bureau
Dominic Thiem ist Favorit, aber gewarnt. - © APAweb / afp, Martin Bureau

Der Respekt beruht freilich auf Gegenseitigkeit. "Ich habe gehört, dass er (Thiem, Anm.) ganz gut auf Sand ist, und ich habe gehört, dass er die letzten Wochen ganz gut gespielt hat", meint Sock über den Österreicher, der vor seinem ersten Major-Triumph in New York in den vergangenen beiden Jahren in Paris und heuer in Melbourne im Finale gestanden ist.

Rodionov: "Hoffe, es war nicht mein letzter Sieg"

Noch nicht so viel Grand-Slam-Erfahrung hat indessen Rodionov, doch nach seinem Erfolg über den routinierten Franzosen Chardy hat auch der 21-jährige Niederösterreicher, der ebenfalls unter den Fittichen von Thiems Vater Wolfgang beziehungsweise seinem Touring-Coach Javier Frana trainiert, Lust auf mehr bekommen. "Ich hoffe, das war nicht mein letzter Grand-Slam-Sieg", sagt er.

Rodionov hatte schon vor der Corona-Pause einige Erfolge bei kleineren Turnieren erzielt, konnte in Paris mit seinem Durchmarsch durch die Qualifikation und in die zweite Runde nahtlos daran anschließen und pirscht sich in der Weltrangliste nahe an die Top-150 heran – womit ihm nicht mehr viel auf seinen slowakischen Gegner fehlt. Allerdings hat auch dieser in der ersten Runde überrascht, indem er sich gegen den starken Kroaten Borna Coric durchsetzen konnte.

Williams verletzt

Eine Überraschung gab es indessen auch am Mittwoch: Serena Williams konnte zu ihrer Zweitrundenpartie gegen Zwetana Pironkowa nicht antreten. Die 39-Jährige, die schon seit geraumer Zeit ihrem 24. Major-Titel nachjagt, laboriert an einer Achillessehnenverletzung.

Zum Schreien: Für Serena Williams wird es wieder nichts mit dem 24. Grand-Slam-Sieg. - © APAweb / Reuters, Gonzalo Fuentes
Zum Schreien: Für Serena Williams wird es wieder nichts mit dem 24. Grand-Slam-Sieg. - © APAweb / Reuters, Gonzalo Fuentes

Bei den Herren machte der Weltranglistenerste Novak Djokovic mit 6:0, 6:2, 6:3 gegen den Schweden Mikael Ymer kurzen Prozess in der ersten Runde. Wesentlich schwerer taten sich Andrej Rublew und Stefanos Tsitsipas – nach Fünfsatzsiegen über Sam Querrey beziehungsweise Jaume Munar sind aber auch sie weiter. (art)