So leicht, wie das Ergebnis aussah, war es nicht, dementsprechend er-leichtert sah dafür Dominic Thiem aus, als er sich am Ende über einen doch recht souveränen Drittrundeneinzug bei den French Open freuen durfte. Der Weltranglistendritte setzte sich gegen den US-Amerikaner Jack Sock mit 6:1, 6:3, 7:6 durch, musste gegen den Weltranglisten-310. aber Satzbälle abwehren.

Der zweite Österreicher, Jurij Rodionov, verabschiedete sich indessen in der zweiten Runde nach hartem Kampf mit einer 2:6, 6:2, 6:7, 4:6-Niederlage gegen den Slowaken Norbert Gombos, darf nach Überstehen der Qualifikation und der ersten Runde aber zufrieden Bilanz ziehen.

"Ich bin sehr froh, dass ich in drei Sätzen durchgekommen bin", sagte Thiem indessen direkt im Anschluss an die Partie auf dem Center Court. Nach den harten Wochen in New York, wo der Niederösterreicher seinen ersten Grand-Slam-Sieg geholt hatte, den Reisestrapazen und der Umstellung auf Sand, die schneller erfolgen musste als sonst üblich, war er vor allem glücklich, in den ersten beiden Runden - in der ersten hatte er gegen Marin Cilic ebenfalls in drei Sätzen gewonnen - Energie gespart zu haben. Das sei alles andere als selbstverständlich, betonte Thiem, denn neben dem früheren US-Open-Sieger Cilic habe man auch Sock trotz seines Absturzes in der Weltrangliste nicht unterschätzen dürfen. "Er ist ein Champion", sagte Thiem noch einmal und wiederholte damit seine Worte von vor der Partie.

Immerhin hat der US-Amerikaner 2017 ein Masters-1000-Turnier gewonnen, die Top Ten der Welt und das World-Tour-Finale in London erreicht. "Und ich bin sicher, wir werden ihn bald wieder hoch in der Rangliste sehen", meinte Thiem.

Als nächste Hürde auf dem Weg in Richtung seines dritten French-Open-Finales stellt sich ihm nun Casper Ruud entgegen, der sich gegen Tommy Paul durchsetzte. In der Runde darauf würde der Papierform nach Stan Wawrinka warten, der sich ebenso im Eilzugstempo für die dritte Runde qualifizierte sich Rekordsieger Rafael Nadal. Mit dem könnte es Thiem diesmal übrigens im Halbfinale und nicht erst im Endspiel wie in den vergangenen beiden Jahren zu tun bekommen. Doch so weit will er – zumindest offiziell – noch nicht denken.

Denn wie schwierig der ersehnte Durchmarsch bei einem Grand-Slam-Turnier ist, musste auch die Rekordjägerin bei den Damen am Mittwoch zur Kenntnis nehmen: Serena Williams konnte zu ihrer Zweitrundenpartie gegen Zwetana Pironkowa wegen einer Achillessehnenverletzung gar nicht erst antreten.