Favoritensiege sind oft die schwerigsten. Im Falle der Los Angeles Dodgers kamen im ersten Spiel der Finalserie in der Major League Baseball, vulgo World Series, noch zwei erschwerende Faktoren dazu: Zum einen hatten sie nach einer nervenzehrenden Serie um den Finaleinzug einen Tag weniger Pause als Konkurrent Tampa Bay, zum zweiten lastete der Fluch zweier verlorener Finalserien binnen der vergangenen drei Jahre schwer auf den Schultern von Clayton Kershaw und Co., die nun schon seit 1988 auf den Titel warten.

Doch all dies hielt die Mannschaft aus Los Angeles nicht vom Sieg im ersten Spiel ab - und es war ein überzeugender, den sie am Globe Life Field von Arlington, Texas, wo die gesamte Serie ausgespielt wird, feierten: Am Ende hieß es 8:3 für den Favoriten.

Dementsprechend groß war auch die Erleichterung: "Es ist großartig, mit einem Sieg in die Serie zu starten. Das erste Spiel ist immer sehr wichtig", sagte Kershaw, der in seiner langen Karriere in Post Seasons oftmals glücklos agierte. Aufgeben wollen die Rays freilich noch lange nicht. Immerhin geht es für sie um den Premierentitel, nachdem sie ihre bisher einzige Finalserie 2008 verloren hatten.