Viel hat nicht gefehlt, und es wäre eine Sensation geworden. So aber wurde es zumindest eine faustdicke Überraschung, die der österreichische Radprofi Hermann Pernsteiner auf der 17. Etappe des Giro d’Italia lieferte: Der 30-jährige Burgenländer aus dem Team Bahrain-McLaren musste sich auf dem schwierigen Teilstück von Bassona del Grappa in den Nobelskiort Madonna di Campiglio lediglich dem Etappensieger Ben O’Connor geschlagen geben.

Der 24-jährige Australier, dem Pernsteiner kurzzeitig schon näher auf den Fersen war, gewann schließlich nach 203 Kilometern mit 31 Sekunden Vorsprung. Doch wer weiß, vielleicht war es ja auch ein gutes Omen für die kommenden Tage für Pernsteiner. Denn O’Connor, für den es ebenfalls der größte Erfolg seiner Karriere war, war am Vortag als Etappenzweiter im Ziel gelandet.

Am Donnerstag geht es für das Peloton, das sich unbeirrt von zahlreichen positiven Sars-Cov-2-Tests und Ausstiegen von Topfahrern dem Ziel in Mailand entgegenbewegt, jedenfalls auf den Stelvio (Laghi di Cancano). Hier dürfte sich auch die Gesamtwertung entscheiden. In dieser verteidigte der Portugiese Joao Almeida sein rosa Trikot des Führenden. Doch auch Pernsteiner darf sich auf eine gute Platzierung in der Endwertung des 103. Giro d’Italia freuen. Er verbesserte sich vom 15. auf den 11. Rang - 2 Plätze hinter Patrick Konrad, der diesmal mit der Gruppe rund um Almeida mehr als 5 Minuten nach O’Connor ins Ziel kam.