Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem hat seinen Titel bei den Erste Bank Open in Wien nicht erfolgreich verteidigt. Der 27-jährige US-Open-Sieger aus Lichtenwörth musste sich am Freitag im Viertelfinale dem starken Russen Andrej Rublew nach 1:35 Stunden mit 6:7, 2:6 geschlagen geben. Im Duell der Nummern 3 und 8 der Welt setzte sich der dieses Jahr vierfache Turniersieger Rublew durch und trifft am Samstag im Halbfinale auf Kevin Anderson, der sich gegen den Russen Daniil Medwedew durchsetzte.

Allerdings ist Thiem in guter Gesellschaft. Denn auch der Weltranglistenerste Novak Djokovic kann seine Koffer packen. Der 17-fache Major-Sieger, der erstmals seit 2007 wieder in der Stadthalle am Start war, musste sich dem italienischen Lucky Loser Lorenzo Sonego nach nur 68 Minuten glatt mit 2:6,1:6 geschlagen geben. Damit ist in Wien von den acht Gesetzten nur noch Thiem-Bezwinger Rublew im Halbfinale dabei.

Thiem blieb sein zweites Wien-Halbfinale im elften Antreten in der Stadthalle verwehrt. Seine 500 Zähler vom Vorjahres-Sieg bleiben ihm aber dank der Corona-Regelung für das ATP-Ranking noch in der Wertung. Thiem hat 2020 eigentlich noch zwei Turniere vor sich: kommende Woche beim Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy, danach steht noch das World-Tour-Finale in London auf dem Programm.

Allerdings litt der Niederösterreichr gegen Rublew sichtlich unter einer großen Blase am Fuß, die ihn vor allem im zweiten Satz behinderte, wie auch Rublew sagte: "Ich hatte Glück, Dominic ging es nicht gut. Wir hatten in der Vergangenheit große Schlachten, ich hoffe, er erholt sich gut." Thiem will nun bis Sonntag entscheiden, ob er die geplanten Turniere noch bestreitet. (apa/red)