Die stark ersatzgeschwächten ÖHB-Männer sind am Mittwoch in Graz mit einem hart erkämpften Erfolg gegen Estland in die EM-Qualifikation gestartet. Im ersten Länderspiel seit Jänner gewann die ohne zahlreiche Stützen wie Nikola Bilyk, Thomas Bauer, Robert Weber und Janko Bozovic angetretene Mannschaft von Teamchef Ales Pajovic 31:28 (16:16).

Bester Werfer in der fast durchwegs aus Spielern der heimischen Liga bestehenden Auswahl war Tobias Wagner mit sieben Toren. Sebastian Frimmel und Lukas Hutecek trafen jeweils fünf Mal. "Ein komisches Spiel, muss ich sagen, aber am Ende haben wir das Ziel zwei Punkte geschafft", meinte Pajovic. Die vielen neuen Spieler hätten sich unter den besonderen Umständen und angesichts der kurzen gemeinsamen Vorbereitung gut verkauft.

Vor der Partie, die wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer über die Bühne ging, hatte es im Gedenken an die Opfer des Terroranschlags am Montag in Wien eine Trauerminute gegeben.

Hohe Hürde Bosnien-Herzegowina

ÖHB-Topscorer Wagner sah gegen Außenseiter Estland viel Krampf und Kampf, "aber wir hatten viele neue Spieler und haben schlussendlich gewonnen und freuen uns über zwei Punkte." Interims-Kapitän Gerald Zeiner sprach von zwei immens wichtigen Zählern in der Gruppe mit Favorit Deutschland und Bosnien-Herzegowina und lobte wie Pajovic die Debütanten.

Die nächste Aufgabe ist mit Bosnien am Sonntag auswärts auf dem Papier eine deutlich härtere. Die Bosnier sind nach mehreren Corona-Fällen aber nur mit elf Spielern zur Partie am Donnerstag gegen Gruppenfavorit Deutschland angereist und werden auch gegen Österreich nicht in Bestbesetzung antreten können. (apa)