Die Leichtathletin Ivona Dadic und Tennisspieler Dominic Thiem sind, nicht unerwartet, aber jeweils zum ersten Mal, zu Österreichs Sportlern des Jahres gewählt worden. Thiem tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Seriensiegers Marcel Hirscher an. Als Mannschaft des Jahres ist zum dritten Mal hintereinander Fußballmeister Red Bull Salzburg von den Sportjournalisten gekürt worden.

Thiem hatte heuer sein bestes Jahr, vor allem durch den Triumph bei den US Open, als er sein erstes Grand-Slam-Turnier gewann. Der 27-Jährige stand aber auch bei den den Australian Open im Finale, und er ist die Nummer drei der Weltrangliste. Hinter Thiem landeten mit Respektabstand David Alaba, der 2013 und 2014 gesiegt hatte, und Skispringer Stefan Kraft. Bisher konnten nur Thomas Muster (1990, 1995) und Jürgen Melzer (2010) als Tennisspieler diese Auszeichnung gewinnen.

Ivona Dadic ist bereits die fünfte Leichtathletin nach Liese Prokop 1969, Ilona Gusenbauer 1971, Theresia Kiesl 1996 und zweimal Stephanie Graf (2000, 2001), die bei der seit 1949 durchgeführten Wahl die Nummer eins ist. Die Siebenkämpferin stellte heuer einen inoffiziellen Stunden-Weltrekord und eine Jahresweltbestleistung auf. Nach zweiten Plätzen 2016 und 2018 brachte ihr dieses Jahr heuer den Sieg vor Skispringerin Chiara Hölzl und Vorjahressiegerin Vanessa Herzog (Eisschnelllauf).

Ebenfalls wenig überraschend war die Auszeichnung von Fußball-Serienmeister Red Bull Salzburg, die im Rahmen der "Sporthilfe"-Gala vergeben wurde. Der Meister, Cupsieger und Champions-League-Teilnehmer wurde klar vor dem LASK und dem Motorrad-Team von KTM zum dritten Mal hintereinander geehrt. Die Auszeichnungen Sportler und Sportlerin mit Behinderung gingen jeweils an Alpin-Skifahrer. Bei den Frauen gewann die sehbehinderte Veronika Aigner und ihre Schwester Elisabeth Aigner als Guide, bei den Männern wurde Markus Salcher zum dritten Mal nach 2014 und 2017 zum Sportler des Jahres gewählt.