Die Kunstbahn-Rodler starten am Wochenende nach ihrer Weihnachtspause in Königssee in die Weltcup-Fortsetzung. Bis zum Saison-Finale am ersten Februar-Wochenende in St. Moritz geht es davor über Sigulda, Oberhof und Igls erneut nach Königssee, wo Ende Jänner die WM-Medaillen ausgefahren werden. Die anstehende Konkurrenz ist also auch eine Generalprobe für den Saison-Höhepunkt. Bisher haben die Österreicher überzeugt, Favoriten auf ihrer Heim-Bahn sind aber die Deutschen.

Thomas Steu/Lorenz Koller treten am Samstag (10.30 Uhr) nach bisher drei Siegen und zwei zweiten Plätzen als Führende des Doppelsitzer-Weltcups an, 2019 waren sie auf der bayerischen Bahn auf Rang drei gekommen. "Die Deutschen sind auf ihren Heimbahnen traditionell schwer zu schlagen, hier in Königssee ist es aber am schwierigsten", sagte Steu. "Es braucht einen richtig starken Tag, um sie zu biegen. Die Bahn ist anspruchsvoll, das liegt uns."

Bei den Einsitzern (13.40 Uhr) ist mit Felix Loch ebenso ein Lokalmatador am höchsten einzuschätzen, auch wenn er im letzten vorweihnachtlichen Bewerb erstmals in dieser Saison nicht gewonnen hat. Im Vorjahr verpasste Jonas Müller den Sieg um drei Tausendstel. 2019 gewann Reinhard Egger, 2018 Wolfgang Kindl. Müller: "Meine Formkurve hat zuletzt nach oben gezeigt, ich will den positiven Trend fortsetzen und ums Podium mitfahren." Olympiasieger David Gleirscher möchte mehr Konstanz in seine Leistungen bringen.

Die Tirolerin Madeleine Egle ist im Frauen-Einsitzer (Sonntag, 9.20 Uhr) nach fünf Top-Sechs-Ergebnissen in dem technisch und physisch anspruchsvollen Eiskanal in Bayern reif für ihren ersten Stockerlplatz.

Den Abschluss bildet am Sonntag eine Team-Staffel (12.40 Uhr, alles live ORF-Sport +). Das österreichische Team befindet sich seit Sonntag in Königssee. Chefcoach Rene Friedl: "Wir wollen weiter Werbung in eigener Sache machen."