Das KTM-Team hat bei der Rallye Dakar nach dem "Schwarzen Montag" zurückgeschlagen. Der Australier Toby Price, der am Vortag die Führung eingebüßt hatte, verbesserte sich mit dem Sieg auf der 3. Etappe über 402 Wertungskilometer um das Wadi Al-Dawasir vom 15. auf den 4. Gesamtrang. Matthias Walkner, der wegen eines Kupplungsdefekts mehr als zwei Stunden verloren hatte, wurde Tages-Dritter, und dank Skyler Howes stellt der österreichische Hersteller nunmehr sogar den Spitzenreiter.

Dem US-Amerikaner Howes genügte der vierte Tagesrang, um sich vom achten Platz die Gesamtführung zu sichern. Denn diesmal erwischte es die Dominatoren des Vortages. Der Gesamt-Erste Joan Barreda (Spanien) kam mit seiner Honda am Dienstag in Saudi-Arabien nicht über die 30. Zeit hinaus und war nur noch Gesamt-Achter (+9:02 Minuten). Werksfahrer Price trennen hingegen nur 1:52 Minuten von seinem führenden Markenkollegen.

Bei Ex-Sieger Walkner war der Frust nach dem Defekt und dem verpassten Ziel des Stockerlplatzes etwas abgeflaut. Der 34-Jährige sprach nach dem dritten Tagesrang, 2:36 Minuten hinter Price und 1:20 hinter dem Argentinier Kevin Benavides (Honda) von einem "ziemlich lässigen Tag". Er habe mangels Chancen in der Gesamtwertung die Etappe mit der sehr beeindruckenden Landschaft anders genießen können als sonst, meinte der Salzburger. "Mal schauen, was die kommenden neun Etappen noch so bringen. Druck habe ich keinen mehr - und zu verlieren auch nichts." In der Gesamtwertung machte Walkner nur sieben Plätze gut und liegt als 39. mehr als zwei Stunden hinter Howes, dem Gesamt-Neunten von 2020.