Nur zwei Tage vor dem Auftaktspiel der österreichischen Handball-Nationalmannschaft bei der WM in Ägypten am Donnerstag gibt es Corona-Alarm bei Gegner USA: Laut Medienberichten könnten bis zu 18 Spieler der US-Auswahl, die am Donnerstag in Gruppe E gegen die Österreicher spielen sollten, positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden sein. Dass die ÖHB-Truppe damit kampflos zu einem Sieg im ersten Spiel kommen, ist damit aber freilich noch nicht gesagt.

Eine offizielle Bestätigung seitens des US-Verbandes gab es nämlich bisher nicht, laut Medien wollen die US-Amerikaner dennoch antreten - zur Not mit einer Rumpfbesetzung. Nicht ausgeschlossen ist allerdings auch, dass es sich um fehlerhafte Tests handelt. Denn Schnelltests am Montag sollen allesamt negative Ergebnisse geliefert haben, in der Datenbank von davor scheinen aber bis zu 18 Spieler als positiv auf.

Fakt ist, dass gleich dem Spiel am Donnerstag eine besondere Bedeutung für die Mannschaft von Ales Pajovic zukommt. Denn die Top Drei jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein, die weiteren Gegner - Vizeweltmeister Norwegen und Mehrfachtitelträger Frankreich - sind zumindest der Papierform nach außer Reichweite für die ÖHB-Herren, die zuletzt zwei herbe Niederlagen gegen Deutschland hinnehmen mussten.

Bei der Heim-EM  vor einem Jahr hatten Österreichs Handballer mit dem achten Platz Geschichte geschrieben, an ein ähnliches Ergebnis glauben derzeit nicht einmal die kühnsten Optimisten. Ein Sieg im Auftaktspiel könnte die Moral freilich deutlich heben - wenn auch niemand sich einen am grünen Tisch erhofft. (art)