Die Ski-WM hat begonnen, die NFL ist zu Ende - was soll da noch kommen? Nun, zum Beispiel Schlagzeilen aus den USA, wo Österreichs Basketball-Export in der Nacht auf Dienstag mit einer starken Leistung aufzeigte. Zum zweiten Mal in dieser NBA-Saison hat der Wiener nämlich ein Double-Double erreicht. Zum 105:100 der San Antonio Spurs gegen die Golden State Warriors steuerte der 25-Jährige 14 Punkte und elf Rebounds bei. Zudem verzeichnete er vier Blocks in 29:50 Minuten Einsatzzeit. Bereits in der Nacht auf Mittwoch treffen die beiden Teams neuerlich aufeinander.

Die Texaner mussten weiterhin auf LaMarcus Aldridge verzichten, weshalb Pöltl als Center wieder der Startformation angehörte. Sie lagen im zweiten Viertel um bis zu 14 Punkte (31:45, 16. Minute) zurück, ehe sich nach dem Seitenwechsel ein offener Schlagabtausch entwickelte. Warriors-Star Stephen Curry sorgte mit einem Distanztreffer zum 101:100 aus Sicht von San Antonio bei neun Sekunden Restspielzeit noch einmal für Spannung pur, aber DeMar DeRozan blieb in der Folge viermal an der Freiwurflinie cool.

"Alles in allem ein Supersieg"

"Wir hatten vor allem im ersten Viertel Probleme in der Transition-Defense und haben auch sonst zu viele einfache Körbe zugelassen. Danach haben wir aber großteils sehr gut verteidigt und sind nach Steals auch immer wieder selbst zu einfachen Punkten gekommen", analysierte Pöltl, der zum insgesamt elften Mal in seiner NBA-Karriere doppelt zweistellig angeschrieben hatte. "Im Schlussviertel haben wir offensiv kurz den Faden verloren, und Steph Curry war schwer zu stoppen. Wir haben aber an der Freiwurflinie die Nerven behalten, und Dejounte (Murray, Anm.) hat einen ganz schweren Dreier getroffen. Alles in allem ein super Sieg, gegen das kleine Line-up der Warriors ist es nicht leicht."

Murray war mit 27 Punkten der beste Scorer der Spurs, die weiterhin auf Platz fünf der Western Conference liegen. Bei Golden State verzeichnete Curry 32 Zähler.

Der Titelverteidiger tat sich schwer

Titelverteidiger Los Angeles Lakers kam indessen erst nach Verlängerung zu einem 119:112 gegen Oklahoma City Thunder. LeBron James verbuchte mit 28 Punkten, 14 Rebounds und zwölf Assists ein Triple-Double. Beim 125:112 der Milwaukee Bucks auswärts über die Denver Nuggets waren zwei Europäer die erfolgreichsten Werfer. Aufseiten der Sieger, die Zweiter der Eastern Conference sind, erzielte der Grieche Giannis Antetokounmpo 30 Punkte, beim Team aus Colorado brachte es der Serbe Nikola Jokic auf 35. (red/apa)